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Tour de Ski : Zeller läuft in den Fokus

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Auf dem Weg in die Weltspitze der Skilangläufer: Katrin Zeller wird Sechte bei der Tour de Ski Bild: dpa

Justyna Kowalczyk und Dario Cologna gewinnen jeweils zum dritten Mal die Tour de Ski. In die Weltspitze läuft beim Frauen-Finale auf der Alpe Cermis aber auch eine Deutsche.

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          Ziele fast erreicht und doch nicht uneingeschränkt zufrieden: Die deutschen Skilangläufer scheiden mit gemischten Gefühlen von der Tour de Ski. Katrin Zeller aus Oberstdorf schaffte bei den Damen einen kaum erwarteten sechsten Platz und katapultierte sich damit in die Weltspitze.

          Bei den Herren war Tobias Angerer (Vachendorf) bester DSV-Läufer, verpasste jedoch als Elfter den angestrebten Platz unter den besten zehn knapp. Jens Filbrich (Frankenhain) als 13. und Tim Tscharnke (Biberau) als 17. schafften respektable Ergebnisse.

          Die Gesamtsiege sicherten sich die Vorjahresgewinner. Die Polin Justyna Kowalczyk gewann wie der Schweizer Dario Cologna zusätzliche 400 Weltcuppunkte. Zudem war Kowalczyk mit einem Gesamtpreisgeld von 116.000 Euro die bestverdienende Athletin der sechsten Auflage der Tour de Ski, die diesmal neun Etappen umfasste. Cologna kam auf einen Tour-Verdienst von rund 103.000 Euro.

          „Wir haben das Ziel, bei Damen und Herren jeweils einen unter die Top 10 beim Saisonhöhepunkt zu bringen, nicht ganz erreicht. Platz sechs für Katrin war dabei mehr als erwartet. Sie hat sich von Tag zu Tag gesteigert. Auch Platz vier von Denise Herrmann in Toblach und der Auftritt der gesamten Damen-Mannschaft haben mich überzeugt. Bei den Herren hätte es etwas besser laufen können“, sagte Bundestrainer Jochen Behle.

          Nach einem unwiderstehlichen Antritt gewinnt Justyna Kowalczyk wieder die Tour de Ski

          „Tobi Angerer als Elfter hat die besten Zehn nur wegen eines schlechten Tages in Toblach knapp verpasst. Der Tagessieg von Axel Teichmann auf der zweiten Etappe war natürlich das Highlight, aber ich hätte mir noch das eine oder andere Resultat in Podestnähe gewünscht“, ergänzte der Coach.

          Zeller war überglücklich. „Platz sechs bei der Tour - das ist für mich eine Genugtuung. Nach den Staffel-Silbermedaillen in Vancouver und bei der WM 2009 ist es mein größter Erfolg. Es ist schön im Team etwas zu gewinnen, aber nun habe ich auch ein richtig gutes Einzelergebnis dastehen“, sagte Zeller voller Stolz und fügte an: „Ich musste lange kämpfen, um dort zu sein, wo ich jetzt bin. Endlich habe ich es allen Kritikern und Zweiflern gezeigt.“

          Die Zweite Marit Björgen und die drittplazierte Therese Johaug rahmen die Siegerin aus Polen ein

          Bereits am Samstag im 9-Kilometer-Massenstartrennen war die nunmehrige Weltcup-Elfte auf Rang sieben nach vorn gelaufen und hatte am Sonntag beim Anstieg zur Alpe Cermis vor 30.000 Zuschauern lange Zeit sogar noch Platz vier im Visier. Für einen Spurt um diesen Rang reichten dann aber die Kräfte nicht mehr.

          Damen-Trainer Janko Neuber lobte seinen Schützling. „Dass ihr die Tour liegt und sie sich steigern kann, wissen wir seit Jahren. Diesmal hat aber schon der Start in Oberhof mit einer guten Platzierung funktioniert und das setzt zusätzliche Kräfte frei“, meinte Neuber, der vor allem das Kämpferherz und den Ehrgeiz von Zeller hervorhob.

          Auch bei den Männern setzt sich der Vorjahressieger wieder durch: der Schweizer Dario Cologna

          „Sie hat sich das alles selbst erarbeitet, nie aufgegeben. Ich denke aber, dass ihre Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist“, bemerkte der Trainer. Angerer ärgerte sich noch über seinen Aussetzer auf der fünften Etappe in Toblach. „Das war wirklich daneben, sonst wäre der Zug nach vorn nicht abgefahren“, sagte der Premieren-Sieger der Tour.

          Sein Fazit war aber dennoch positiv: „Ich hatte schon im Vorfeld gesagt, dass man von Tag zu Tag schauen und konzentriert bleiben muss. Das ist mir relativ gut gelungen. Ich bin bis auf die eine Etappe konstant unter die besten 15 gelaufen. Insofern war es für mich eine gute Tour, aber keine sehr gute“, betonte der Vachendorfer. Für die Tour-Starter steht nun eine Woche Erholung an. Dann geht es im Weltcup weiter. „Ich denke, dass die Tour sogar noch einmal Auftrieb gegeben hat und die Ergebnisse auch in den nächsten Rennen nicht die schlechtesten sein werden“, sagte Angerer.

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