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Tour de Ski : Erster Podestplatz durch Dotzler

  • Aktualisiert am

Hannes Dotzler beschert den Deutschen den ersten Podestplatz bei der Tour de Ski Bild: picture alliance / JFK / EXPA /

Die deutschen Langläufer erreichen bei der Tour de Ski erstmals das Podest. Hannes Dotzler beendet das Massenstartrennen über 15 Kilometer als Zweiter. Derweil dezimiert sich das Teilnehmerfeld.

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          Die deutschen Langläufer sind mit einem Paukenschlag ins neue Jahr gestartet. Auf der vierten Etappe der Tour de Ski in Lenzerheide schaffte Hannes Dotzler aus Sonthofen am Mittwoch Platz zwei über 15 Kilometer in der klassischen Technik mit Massenstart und sorgte für den ersten Podestplatz der DSV-Herren in dieser Saison.

          Und nicht nur das: Beim Sieg des Kasachen Alexej Poltoranin wurden Thomas Bing (Oberhof) Vierter, Jens Filbrich (Frankenhain) Siebter und Tim Tscharnke (Biberau) Zwölfter. Damit haben nun bereits sechs deutsche Herren die Olympia-Norm erfüllt.

          Die Gesamt-Führung der Tour übernahm der Norweger Martin Johnsrud Sundby. „Was für ein Ergebnis“, jubelte Bundestrainer Frank Ullrich. Der Auftritt mache Mut und zeige, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. „Wir haben jetzt auch im Distanzbereich gezeigt, dass wir mithalten können“, betonte der Bundestrainer.

          Dotzler war wie Filbrich total aus dem Häuschen. „Ich hatte nach den bisherigen Ergebnissen schon nicht mehr dran geglaubt. Heute hatte ich im entscheidenden Moment die richtige Position. Und dann ging es fast von allein“, sagte der Allgäuer, während Filbrich feststellte: „Ich hatte schon geglaubt, meine Karriere ohne Olympia beenden zu müssen. Platz sieben ist wie ein Sieg für mich.“

          Deutsches Team dezimiert sich

          Die Finnin Kerttu Niskanen gewann derweil den Massenstart über 10 Kilometer klassisch bei den Frauen. Den zweiten Platz am Mittwoch belegte die Norwegerin Astrid Jacobsen, die damit auch die Führung in der Gesamtwertung übernahm. Dritte wurde ihre Landsfrau Therese Johaug. Beste Deutsche war Stefanie Böhler aus Ibach als 19. vor der Oberwiesenthalerin Denise Herrmann. Herrmann steigt nun aus der Tour de Ski aus.

          Das deutsche Team bei der Tour de Ski hat sich derweil auf zehn Athleten reduziert. Nachdem am Neujahrstag bereits die Sprinter Hanna Kolb, Lucia Anger und Josef Wenzl nicht mehr zur vierten Etappe im schweizerischen Lenzerheide angetreten waren, gab Bundestrainer Frank Ullrich nach den Massenstart-Rennen die Abreise von weiteren Athleten bekannt.

          Die Gesamt-Führung der Tour übernahm der Norweger Martin Johnsrud Sundby
          Die Gesamt-Führung der Tour übernahm der Norweger Martin Johnsrud Sundby : Bild: AP

          Demnach werden bei den Männern auch Tobias Angerer und Franz Göring die „Königsetappe am Freitag von Cortina nach Toblach nicht mehr in Angriff nehmen und dafür daheim Grundlagentraining betreiben. Bei den Frauen war der Abschied von Denise Herrmann lange geplant. Mit ihr verlassen auch Sandra Raingwald und Victoria Carl die Tour. Somit sind in Katrin Zeller, Steffi Böhler und Claudia Nystad nur noch drei Damen am Start. Das Herren-Team bilden Hannes Dotzler, Thomas Bing, Tim Tscharnke, Jonas Dobler, Axel Teichmann, Jens Filbrich und Sebastian Eisenlauer.

          Die norwegische Langläuferin Marit Björgen muss unterdessen weiter auf ihren ersten Tour de Ski-Sieg warten. Am Neujahrstag stieg die zwölfmalige Weltmeisterin vor der vierten Etappe in Lenzerheide aus der Tour aus. „Es tut mir sehr leid, aber ich fühle mich nicht so, als dass ich um den Tour-Sieg kämpfen könnte“, sagte Björgen in einer Presseerklärung des norwegischen Verbandes.

          Fieber nach dem Wettkampf

          Die nach dem Startverzicht der viermaligen Tour-Gewinnerin Justyna Kowalczyk (Polen) unangefochtene Topfavoritin laboriert an einer leichten Virusinfektion, die ihr bereits bei der dritten Etappe am Dienstag zu schaffen machte. Im Viertelfinale des Freistilsprints schied sie völlig überraschend aus und musste in der Gesamtwertung ihre Teamkollegin Ingvild Östberg vorbeiziehen lassen. Nach dem Wettkampf trat Fieber auf. Björgen kehrte noch am Mittwoch nach Norwegen zurück und will sich dort weiterer ärztlicher Behandlung unterziehen.

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