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Tour de Ski : Dreifach-Sieg für deutsche Langläufer

  • Aktualisiert am

Die Schnee-Troika: Sommerfeldt, Göring und Angerer Bild: AP

Franz Göring hat vor René Sommerfeldt und Tobias Angerer die dritte Etappe der Tour de Ski über 15 Kilometer in der klassischen Technik gewonnen. Angerer übernahm damit das goldene Trikot des Gesamt-Führenden.

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          Franz Göring hat vor René Sommerfeldt und Tobias Angerer die dritte Etappe der Tour de Ski über 15 Kilometer in der klassischen Technik gewonnen. Mit einem historischen Dreifach-Sieg haben die deutschen Skilangläufer am Mittwoch in Oberstdorf die Konkurrenz bei der Tour de Ski geschockt und durch Tobias Angerer auch die Führung im Gesamtklassement übernommen.

          Angerer führt nach drei von sechs Wettbewerben mit 17 Sekunden vor dem Norweger Simen Östensen und Tagessieger Franz Göring (+30,7). Rene Sommerfeldt verbesserte sich auf den 14. Platz in der Gesamtwertung (+1:12,7). Für Franz Göring war es der erste Sieg in einem Weltcup-Rennen: „Ich hatte mir für Oberstdorf einiges ausgerechnet. Aber dass es so läuft, hätte ich nicht gedacht.“

          Für Axel Teichmann gelaufen

          Dabei begann der Tag mit einer Hiobsbotschaft. Wieder einmal musste Axel Teichmann bei einem Großereignis passen. Er hatte sich einen grippalen Infekt zugezogen, der eine weitere Teilnahme an der Tour nach Aussage von Team-Arzt Ulli Schneider nicht zulässt. „Es tut mir so leid für ihn. Er hat gesagt: Tobi, jetzt bring's zu Ende. Ich werde auch für ihn laufen“, sagte Angerer, der mit seinem dritten Platz für ihn völlig überraschend bereits auf der dritten Etappe in das Gold-Trikot lief.

          Fertig: Tagessieger Franz Göring
          Fertig: Tagessieger Franz Göring : Bild: REUTERS

          „Heute waren besonders die Techniker gefordert und sie haben es überragend gelöst“, betonte er angesichts teilweise heftigen Schneefalls. Auf den Gesamtsieg will er dennoch nicht schauen. „Es ist Halbzeit und es kommen noch drei Rennen. Es können noch so viele gewinnen. Da muss man allen Respekt zollen und nur so hält man auch die Konzentration von Rennen zu Rennen hoch“, meinte der Gesamtweltcupgewinner des vergangenen Jahres. Dennoch: Drei Deutsche bei einem Klassikrennen auf dem Podium gab es noch nie und sollte zusätzliche Kräfte freilegen.

          Sachenbacher auf Platz acht

          Bei den Frauen gewann die Slowenin Petra Majdic (28:44,8) über 10 Kilometer klassisch mit 27,2 Sekunden Vorsprung vor der Norwegerin Kristin Steira, die ihre Führung in der Gesamtwertung mit 20,4 Sekunden vor Majdic verteidigte. Beste deutsche Läuferinnen waren Viola Bauer auf Platz acht (+56,0) und Evi Sachenbacher-Stehle (+59,5) als Neunte. In der Gesamtwertung liegt Sachenbacher mit 52,3 Sekunden Rückstand auf dem achten Rang. Bauer ist Elfte (+1:17,4).

          Die zweite Hälfte der Tour de Ski beginnt am Donnerstag (5. Januar) mit den Sprintwettbewerben in Asiago. Der Wettbewerb nach dem Vorbild der Tour de France führt über insgesamt sechs Etappen in acht Tagen und ist mit der Rekordsumme von 750.000 Schweizer Franken dotiert.

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