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Ski alpin : Dreßen zweitbester Abfahrer der Saison

  • Aktualisiert am

Schräg in der Luft: Thomas Dreßen rundet eine starke Saison ab. Bild: dpa

In der letzten Abfahrt des Winters belegt Thomas Dreßen unter Schmerzmitteln Rang acht. Die Saison in der Königsdisziplin beendet er als herausragender Zweiter.

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          Den letzten Eindruck einer herausragenden Saison in der alpinen Königsdisziplin hätte Thomas Dreßen gerne verwischt. „Ich bin in Schönheit gestorben. Das war nichts Besonderes“, sagte der beste deutsche Abfahrtsläufer nach seinem achten Rang bei der letzten Schussfahrt des Winters im norwegischen Kvitfjell. Am Gesamteindruck hatte Dreßen freilich nichts auszusetzen: „Grundsätzlich war die Saison unglaublich, und die drei Siege waren eh der Wahnsinn“, betonte er im ZDF.

          Tatsächlich beendete Dreßen diesen Winter, in dem er nach seinem Totalschaden im Knie erst wieder langsam Anschluss an die Weltspitze finden wollte, als herausragender Zweiter der Gesamtwertung in der Abfahrt. „Wenn mir das jemand vor der Saison gesagt hätte, dass ich auf dem zweiten Platz liege, hätte ich es nicht geglaubt“, bekannte der 26-Jährige. Dann aber ging alles rasend schnell: Dreßen gewann sensationell gleich die erste Abfahrt der Saison in Lake Louise/Kanada - zuletzt auch in Garmisch und in Saalbach/Österreich.

          Konstanter als der formidable Deutsche war in diesem Winter nur Beat Feuz: Der Schweizer hatte nach der Absage des Weltcupfinales in Cortina d“Ampezzo/Italien (18. bis 22. März) schon am Freitag zum dritten Mal nacheinander als bester Abfahrer der Saison festgestanden. Nach neun Rennen lag er 212 Punkte vor Dreßen. Der zweifache Olympiasieger Matthias Mayer (Österreich), der die letzte Schussfahrt vor Aleksander Aamodt Kilde (Norwegen), Carlo Janka (Schweiz) und Feuz gewann, kam nur noch auf 14 Punkte an den deutschen heran.

          Nach Auskugeln beider Arme mit Schmerzmitteln

          Mit seinem Rennen war Dreßen auf der Strecke, auf der er seinen zweiten von mittlerweile fünf Weltcupsiegen gefeiert hatte, nicht ganz zufrieden. Er sei dann doch zu sehr auf Nummer sicher gegangen, aber „nach der Brezn in Hinterstoder war das okay“, sagte er, und es nehme ihm auch sicher keiner krumm, „dass ich erst mal geschaut habe, dass ich sauber runterfahre“. Bei besagter „Brezn“ (Sturz) vor einer Woche hatte sich Dreßen die Arme an beiden Schultern ausgekugelt, am Samstag ging er deshalb mit Schmerzmitteln auf die Olympiapiste von 1994.

          Spannend wird auf der verkürzten Zielgeraden der Saison nun auch noch einmal der Kampf um die große Kristallkugel: Kilde übernahm mit seiner sechsten Podestplatzierung in diesem Winter die Führung im Gesamtweltcup. Der Norweger liegt nun 54 Punkte vor Alexis Pinturault (Frankreich). Nach der Absage des Saisonfinales stehen derzeit noch drei Rennen im Kalender: der Super-G in Kvitfjell am Sonntag sowie ein Riesenslalom und ein Slalom in Kranjska Gora/Slowenien.

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