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Strafe für Biathlon-Verband : Gelbe Karte für Russland

Russischer Biathlet Schipulin: die Athleten dürfen weiter mitwirken, aber der Verband wird nur geduldet Bild: AFP

Der russische Biathlon-Verband verliert wegen der Doping-Verstöße seinen Status als ordentliches Mitglied der internationalen Biathlonfamilie und wird zum „provisorischen Mitglied“ herabgestuft.

          Es ist mehr ein symbolischer Akt als eine drakonische Strafe, aber es ist als Gelbe Karte an den russischen Biathlon-Verband (RBU) durchaus ernst gemeint. Die RBU verliert – vorerst bis zum Saisonende – ihren Status als ordentliches Mitglied der internationalen Biathlonfamilie und wird zum „provisorischen Mitglied“ herabgestuft. Das hat Anders Besseberg, der Präsident der Internationalen Biathlon-Union (IBU), am Sonntagabend nach dem Weltcup in Hochfilzen verkündet.

          Es ist die Konsequenz aus dem Urteil des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), das Russland wegen staatlich unterstützten Dopings am 5. Dezember von den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang ausgeschlossen hatte. Provisorische Mitglieder haben kein Stimmrecht bei Wahlen, können weder Vorschläge einbringen noch eigene Kandidaten stellen. Diese Maßnahme, so Besseberg, sei die Folge einer substantiellen Anzahl von Doping-Verstößen in der jüngeren Vergangenheit, die nachgewiesene Manipulation bei drei russischen Biathletinnen bei den Winterspielen 2014 in Sotschi sowie einer weiteren Zahl von Biathleten, die verdächtig seien, in die „russische Doping-Verschwörung“ verwickelt zu sein. Die Herabstufung sei eine Aufforderung an Russland, „sich künftig mehr im Anti-Doping-Kampf zu engagieren“ und die internationalen Anti-Doping-Regeln einzuhalten.

          Die IBU-Exekutive wird nach der Saison darüber beraten, ob Russland wieder als vollwertiges Mitglied aufgenommen werden kann, sofern das IOC seinen Bann aufhebt, keine weiteren Verstöße publik werden und die RBU in vollem Umfang bei der Aufarbeitung des Doping-Skandals kooperiert. Auf das operative Geschäft, sprich den Weltcup, hat die IBU-Entscheidung keine Auswirkungen. Die russischen Biathleten, die seit Mai 2017 im Testpool der IBU kontrolliert werden, dürfen weiter auf Skijagd gehen. Und der Russe Viktor Maigurow bleibt IBU-Vizepräsident.

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