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Vanessa Mae : Die Stargeigerin hat auf Skiern betrogen

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Olympischer Bann: Vanessa Mae kann sich wieder aufs Geigen konzentrieren Bild: AP

Bei den Olympischen Winterspielen von Sotschi war ihr Auftritt einer der wenigen Höhepunkte. Nun steht fest, dass Vanessa Mae gar nicht hätte starten dürfen. Der Internationale Skiverband hat sie für vier Jahre ausgeschlossen von Wettbewerben wegen Manipulationen.

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          Dabeisein ging ihr offenbar über alles: Vanessa Mae hat sich ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen wohl nachweislich erschlichen. Der Internationale Skiverband (Fis) hat die aus Thailand stammende und bei den Winterspielen von Sotschi im Februar für das asiatische Land im Riesenslalom startende Stargeigerin für vier Jahre gesperrt.

          Der Verband hat sie als Hauptverantwortliche ausgemacht für den Betrug bei zwei Rennen am 17. und 19. Januar im slowenischen Krvavec, die mehr oder minder allein den Zweck hatten, Vanessa Mae die nötigen Fis-Punkte zu verschaffen für ihr Startrecht bei den Wettbewerben in Russland. Im Juli gab es bereits Hinweise darauf, dass das Rennen, das auf Bitten von Maes Management und des thailändischen Olympischen Komitees veranstaltet wurde, nicht regulär verlief.

          Die Anhörungskammer der Fis hat nun nach mehrmonatigen Ermittlungen geurteilt, dass bei den Rennen auf verschiedene Weise manipuliert wurde. Die Rede ist von „mehreren Regelverletzungen“, die dazu gedient hätten, Ergebnisse bei vier Rennen in Slowenien im Januar „fälschlicherweise zu verbessern“. So sollen beispielsweise Zeiten nach unten korrigiert worden sein oder aber die Zeitmessung erst nach einigen Toren ausgelöst worden sein, nachdem die Skifahrerin irregulär außerhalb des Starthäuschen losgefahren war.

          Olympische Betrügerin: Vanessa Mae hat sich das Starterecht in Sotschi erschlichen

          Zudem seien grundlegende Voraussetzungen nicht erfüllt gewesen wie beispielsweise eine neue Kurssetzung für den zweiten Durchgang. Ohne die Beeinflussungen hätte Vanessa Mae nicht die nötigen Punkte in der Fis-Rangliste erreicht, die zum Start in Sotschi notwendig waren.

          Neben Mae wurde eine weitere Fahrerin für ein Jahr sowie der Schiedsrichter, der Renndirektor, ein Fis-Gesandter und der Verantwortliche für die Zeitmessung für ein bis zwei Jahre aus dem Skizirkus verbannt.

          Die 36-Jährige Mae war im Februar die erste Thailänderin, die an Olympischen Winterspielen teilnahm. Sie trat unter dem Namen ihres Vaters als Vanessa Vanakorn an. In Sotschi beendete sie den Wettbewerb, der zu den Höhepunkten der alpinen Veranstaltungen zählte, auf dem 67. Platz – mit rund 50 Sekunden Rückstand auf die Siegerin Tina Maze. Ironie der Geschichte: Die Olympiasiegerin stammt aus Slowenien, wo Maes Betrugsrennen stattfand.

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