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Sotschi 2014 : Zwei Silbermedaillen posthum

  • Aktualisiert am

Zwei Silbermedaillen posthum gewonnen: Steven Holcomb Bild: Reuters

Nachdem das IOC die geänderten Resultate von Sotschi bestätigt, gibt es neue Bob-Olympiasieger und der Amerikaner Holcomb gewinnt zwei Silbermedaillen. Leider ist er schon seit zwei Jahren tot.

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          Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat fünf Jahre nach den Winterspielen in Sotschi die geänderten Ergebnisse im Zweier- und Viererbob der Männer bestätigt. Nachdem die russischen Piloten Alexander Subkow und Alexander Kasjanow wegen ihren Verstrickungen im Staatsdoping-System bereits 2017 durch das IOC lebenslang gesperrt worden waren, folgte am Mittwoch die offizielle Ergebnisänderung in beiden Rennen.

          Gold im Zweierbob geht demnach an den Schweizer Beat Hefti, im Viererbob rückt der Lette Oskars Melbardis vom Silberrang zum Olympiasieger auf. Melbardis schob sich im kleinen Schlitten zudem vom ursprünglich fünften auf den Bronzerang vor.

          Der 2017 im Alter von nur 37 Jahren gestorbene Amerikaner Steven Holcomb, Olympiasieger von 2010 und vierfacher Weltmeister, erhält postum zwei Silbermedaillen. Sowohl im Zweier als auch im Vierer war er mit seinem Besatzungen zunächst als Dritter ins Ziel gekommen. Vierer-Bronze geht an den Briten John Jackson.

          Die deutschen Männer, die 2018 in Pyeongchang dank Francecso Friedrich beide Goldmedaillen und zudem Silber im Vierer von Nico Walther feierten, waren 2014 hinterhergefahren und gehen auch nach den Disqualifikationen der Russen weiterhin leer aus. Beste Plazierung war seinerzeit der sechste Rang von Maximilian Arndt – mittlerweile ist er auf Rang vier vorgerückt.

          Subkow hatte 2014 in beiden Schlitten als Olympiasieger triumphiert, Kasjanow belegte in beiden Wettbewerben den vierten Platz.

          Für Steven Holcomb kommt die doppelte Beförderung auf den Silberrang von Sotschi zu spät. Der bullige Amerikaner war 2017 im amerikanischen Trainingszentrum in Lake Placid tot in seinem Zimmer aufgefunden worden. Nach einer Autopsie war ein Lungenödem als Todesursache angegeben worden.

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