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Slalom-Sieg in Bormio : Felix Neureuther zieht mit dem Vater gleich

  • Aktualisiert am

Auf dem Weg zum sechsten Weltcup-Sieg: Felix Neureuther gewinnt in Bormio Bild: AFP

Der Olympia-Winter verlief bisher nicht nach Wunsch. Nun aber überrascht Felix Neureuther alle mit dem Slalom-Sieg in Bormio. Es ist der sechste Weltcup-Erfolg – genauso viele hat auch Vater Christian.

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          Es war die gleiche Konstellation wie im Slalomrennen bei der Weltmeisterschaft 2013 in Schladming: Marcel Hirscher (Österreich) vor Felix Neureuther (Deutschland) – das war der Stand nach dem ersten Durchgang des Weltcup-Slaloms in Bormio. Diesmal aber trennte die beiden Rivalen vor dem Finale gerade mal eine Hundertstelsekunde. Nach Durchgang zwei reckte Neureuther dann im Ziel schon die Faust hoch, als Hirscher oben noch gar nicht losgefahren war – weil er wusste, dass ihm da ein großartiger Lauf gelungen war.

          Tatsächlich schaffte es Hirscher, anders als in Schladming, anschließend nicht mehr, seine Zeit zu unterbieten. Und Felix Neureuther feierte im Nachtslalom von Bormio seinen sechsten Weltcup-Sieg. So viele hat auch sein Vater Christian. Der zweitbeste Deutsche, Fritz Dopfer, nach dem ersten Lauf Siebter, landete am Ende auf Platz acht, sein bestes Slalom-Ergebnis der Saison. „Ich hatte mir vorgenommen, im zweiten Lauf richtig anzugreifen“, sagte Neureuther. Das gelang ihm perfekt.

          Neureuthers Erfolg ist um so erstaunlicher, als seine Vorbereitung auf den Olympia-Winter alles andere als wunschgemäß verlaufen war. Zunächst hatte er nach einer Operation Anfang Juni am linken Sprunggelenk große Probleme mit der Wundheilung gehabt. Statt wie erhofft zwei Wochen dauerte die Genesung am Ende mehr als vier Monate. Auch am Trainingslager der Deutschen in Neuseeland konnte Neureuther wegen der leidigen Operationswunde nicht teilnehmen. Erst im September kehrte er dann wieder ins Schneetraining zurück.

          Doch Mitte Dezember folgte schon der nächste Rückschlag: Neureuther zog sich im Training bei einem Sturz Rückenprellungen und einen knöchernen Kapselanriss am rechten Daumen zu. Trotzdem waren die Ergebnisse des 29 Jahre alten Partenkircheners im bisherigen Saisonverlauf aller Ehren wert. Den Riesenslalom in Beaver Creek beendete er auf Platz sieben, im Slalom in Val d’Isere kam er, trotz der Behinderung durch die Folgen des Trainingssturzes, auf Rang zehn.

          Die Olympia-Vorbereitung verlief bisher nicht gerade nach Wunsch

          Im Riesenslalom von Alta Badia kurz vor Weihnachten schaffte der WM-Zweite dann als Fünfter sein bis dato bestes Saisonresultat. Nun nimmt Neureuther aus Bormio das Bewusstsein mit, trotz der holprigen Vorbereitung Woche für Woche immer besser in Form zu kommen. Und der Höhepunkt des Jahres folgt ja dann erst in gut einem Monat – bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi.

          Endergebnis des Herren-Slaloms in Bormio

          1. Felix Neureuther (Partenkirchen) 1:59,75 Min. (1:00,26/0:59,49)
          2. Marcel Hirscher (Österreich) 2:00,11 (1:00,25/0:59,86)
          3. Manfred Mölgg (Italien) 2:00,40 (1:00,83/0:59,57)
          4. Naoki Yuasa (Japan) 2:00,48 (1:02,23/0:58,25)
          5. Mattias Hargin (Schweden) 2:00,80 (1:00,38/1:00,42)
          6. Jean-Baptiste Grange (Frankreich) 2:00,87 (1:01,56/0:59,31)
          7. Henrik Kristoffersen (Norwegen) 2:00,93 (1:01,55/0:59,38)
          8. Fritz Dopfer (Garmisch) 2:00,94 (1:00,95/0:59,99)
          9. André Myhrer (Schweden) 2:01,23 (1:00,65/1:00,58)
          10. Luca Aerni (Schweiz) 2:01,30 (1:02,75/0:58,55)

          ...37. Philipp Schmid (Oberstaufen) 1:03,60
          54. Sebastian Holzmann (Oberstdorf) 1:04,96

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