https://www.faz.net/-gtl-9uuwe

Skisprungtrainer Horngacher : Die erste große Feuerprobe im Schnee

„Abwinken“ ist beim Skispringen positiv besetzt: es kommt auf den richtigen Moment an, wann der Trainer dem Springer ein Signal gibt. Bild: dpa

Mit der Verpflichtung von Stefan Horngacher als Bundestrainer der Skispringer gelang dem deutschen Verband ein Coup. Vor dem Start der Vierschanzentournee gibt der Österreicher eine einfache Parole aus.

          2 Min.

          Jetzt geht es nur noch um Nuancen. Groß eingreifen und grundlegende Dinge ändern – das wird Stefan Horngacher auf keinen Fall machen. Der Bundestrainer der deutschen Skispringer ist sicher: „Jeder der Burschen weiß, was er zu tun hat.“ Die vordringlichste Aufgabe: An diesem Sonntag in Oberstdorf (17.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Vierschanzentournee, bei ARD und Eurosport), wenn es endlich losgeht mit der 68. Auflage der traditionsreichen Vierschanzentournee, möglichst weit zu fliegen und sicher zu landen. Und damit den Traum am Leben zu halten, dass wieder ein deutscher Skispringer beim Kampf um den Goldenen Adler möglichst lange im Geschäft bleibt.

          Um für Oberstdorf körperlich und mental fit zu sein, greift Horngacher keineswegs in die Trickkiste. „Ich führe Individualgespräche, hole Videos vom vergangenen Jahr raus und will positiv reinwirken, damit sie mit einem guten Gefühl auf die Schanze gehen.“ Der neue Taktgeber ist ein Mann der leisen Töne. Wenn Stefan Horngacher in der Öffentlichkeit spricht und kraft seiner Fachkompetenz Klartext redet, macht der 50 Jahre alte Tiroler dies mit feiner Klinge. Er redet druckreif, und selbst wenn er sich nicht durch die Eloquenz seines Vorgängers Werner Schuster auszeichnet: Mit der Verpflichtung des schon lange in Deutschland lebenden Horngacher ist den Verantwortlichen des Deutschen Skiverbandes ein Coup gelungen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : 65% günstiger

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. digital – Jubiläumsangebot

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          In der Corona-Krise sind Gesundheitssysteme in vielen Ländern überfordert: Intensivstation mit Covid-19-Erkrankten in einer Klinik im italienischen Pavia

          Nach der Corona-Krise : Deutschland wird zum Vorsorgestaat

          Die Corona-Krise erschüttert die Grundlagen unserer Gesellschaften und der Weltwirtschaft. Das Verhältnis von Markt und Staat wird sich fundamental ändern. Gesundheitssysteme sind nicht mehr privatisierbar. Ein Gastbeitrag des ehemaligen Außenministers.