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Schwerer Sturz im Training : Top-Skispringerin muss notoperiert werden

  • Aktualisiert am

Konnte direkt nach dem Sturz medizinisch versorgt werden: Eva Pinkelnig Bild: Picture-Alliance

Österreichs Spitzenathletin Eva Pinkelnig stürzt bei einem Skisprung-Training schwer und muss sofort in ein Krankenhaus. Der Cheftrainer äußert sich anschließend erleichtert, will aber noch keine Prognosen abgeben.

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          Die österreichische Skispringerin Eva Pinkelnig ist im Training schwer gestürzt und musste notoperiert werden. Die 32-Jährige erlitt in der Folge ihres Sturzes am Mittwoch in Seefeld in Tirol einen Milzriss. Die Not-Operation fand in der Uniklinik in Innsbruck statt, wie der Österreichische Skiverband (ÖSV) am  Donnerstag mitteilte.

          „Notfallkette funktioniert“

          „Zum Glück hat die Notfallkette perfekt funktioniert und Eva wurde noch am selben Tag operiert. Wann sie wieder in den Spitzensport zurückkehren kann, ist derzeit noch offen“, sagte Cheftrainer Harald Rodlauer. Pinkelnig war nach dem Sturz ansprechbar und stabil, wie der ÖSV schrieb.

          Die Österreicherin ist eine der besten Skispringerinnen der Welt und gewann 2019 in Seefeld zwei WM-Silbermedaillen. Im vergangenen Winter belegte sie Rang drei im Gesamtweltcup. Prognosen zur körperlichen und physischen Genesung gab der Skiverband nicht ab. „Wichtig ist jetzt vor allem, dass sie wieder ganz gesund wird, und dann schauen wir weiter“, sagte Rodlauer.

          Normalerweise erfolgreich für Österreich in der Luft: Eva Pinkelnig, hier im Februar in Oberstdorf
          Normalerweise erfolgreich für Österreich in der Luft: Eva Pinkelnig, hier im Februar in Oberstdorf : Bild: dpa

          Der deutsche Bundestrainer der Frauen, Andreas Bauer, hofft derweil auf eine baldige Einführung der Vierschanzentournee für Skispringerinnen. Dies sagte Bauer der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf den Olympia-Winter 2021/22, bei dem es weitere Wettkämpfe für die Frauen im November geben soll.

          „Die Tournee müssen wir als letzte Bastion ein Jahr später in Angriff nehmen“, fügte der Coach an. Die Frauen-Vierschanzentournee ist in der Szene schon seit Jahren ein Thema, soll aber weder in diesem noch im kommenden Winter ins Programm aufgenommen werden.

          Coronabedingt ist den Skisprung-Frauen und Kombiniererinnen der erste Wettbewerb, der dieses Wochenende in Lillehammer hätte stattfinden sollen, weggebrochen.

          Einen Wechsel vom Skispringen zur Kombination strebt Svenja Würth an. „Bei den Frauen ist sie die Pionierin“, sagte Bauer über den angepeilten Rollentausch. Die Nordische Kombination der Frauen gehört zum WM-Programm 2021 in Oberstdorf, ist aber 2022 in Peking noch nicht olympisch.

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