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Weltcup im Skispringen : Wind-Pech für Überflieger Eisenbichler

  • Aktualisiert am

Wenn der Wind nicht mitspielt, kann auch Markus Eisenbichler nichts ausrichten. Bild: Reuters

Alles deutet auf den dritten Sieg im vierten Einzelspringen hin, doch dann erwischt Markus Eisenbichler der Wind. Seine Führung im Gesamtweltcup ist erstmal futsch. Doch die nächste Chance wartet schon.

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          Markus Eisenbichler stapfte frustriert aus dem Auslauf der fast leeren Skisprung-Arena von Nischni Tagil. Der Ärger über ganz viel Wind-Pech und Rang 28 war dem 29-Jährigen deutlich anzusehen. Die stark wechselnden Bedingungen in Russland nahmen Eisenbichler am Samstag jede Chance auf seinen dritten Sieg im vierten Einzelwettkampf der Saison. Nach dem ersten Sprung auf 136,5 Meter hatte der Bayer noch geführt. Im zweiten Versuch stürzte er nach 80 Metern wegen einer Windböe regelrecht ab – landete dabei aber zumindest sicher.

          Den Sieg holte sich am Samstag der Norweger Halvor Egner Granerud vor dem Österreicher Daniel Huber, der nach überstandener Corona-Quarantäne wieder dabei war. Graneruds Landsmann Robert Johansson wurde Dritter. Granerud übernahm auch die Führung im Gesamtweltcup von Eisenbichler.

          „Eisei“ hatte mit dem weitesten Sprung im ersten Versuch eigentlich die Basis für den nächsten Erfolg gelegt. Mit umgerechnet rund sechs Metern Vorsprung auf den zweitplatzierten Granerud ging er in den zweiten Durchgang. Dort zeigte sich dann, dass auch der seit Saisonstart in bestechender Form springende Siegsdorfer nicht vor den Tücken seiner Outdoor-Sportart gefeit ist. Knapp eine Woche vor der Skiflug-WM und damit dem ersten großen Highlight der pickepackevollen Saison ist „Eisei“ allerdings weiter einer der Top-Favoriten, den es für die Konkurrenz zu schlagen gilt. Seine Form stimmt trotz des unverschuldeten Ausrutschers.

          Das unerwartete Finale unter Flutlicht passte zum insgesamt durchwachsenen Abend der deutschen Springer. Als bester DSV-Adler landete Pius Paschke auf Rang fünf. Der 30-Jährige sprang 128 und 126,5 Meter weit. Martin Hamann holte als Elfter ebenfalls noch Weltcup-Punkte. In Constantin Schmid, Severin Freund und Andreas Wellinger schieden allerdings gleich drei deutsche Springer schon nach dem ersten Durchgang aus. Der Gesamtweltcup-Zweite des Vorjahres Karl Geiger hatte freiwillig auf einen Start verzichtet: Der Oberstdorfer war zu seiner hochschwangeren Frau nach Hause gereist.

          Neben Geiger fehlten beim dritten Weltcup-Stop der Flugkünstler zahlreiche weitere Top-Leute. So waren einige der besten Österreicher wegen positiver Corona-Tests nicht dabei. Auch die polnischen Top-Springer Dawid Kubacki, Piotr Zyla und Kamil Stoch verzichteten auf einen Start. Am Sonntag steht ein weiterer Einzelwettkampf auf dem Programm (16.00 Uhr in der ARD und bei Eurosport). Eisenbichler will seine starke Form dann wieder ungehindert zeigen.

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