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Skispringen : Schweizer Küttel gewinnt in Kuopio - Uhrmann 14.

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Andreas Küttel fliegt zum Weltcupsieg Bild: dpa/dpaweb

Der Schweizer Andreas Küttel hat im finnischen Kuopio den 19. Skisprung-Weltcup der Saison gewonnen. Bester Deutscher war Michael Uhrmann als 14. Martin Schmitt belegte Platz 21 vor Georg Späth.

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          Riesenpech mit dem Material hat den deutschen Skispringern eines der schlechtesten Weltcup-Ergebnisse beschert. Beim Weltcup im finnischen Kuopio kam am Dienstag abend Michael Uhrmann aus Rastbüchl als bester DSV-Adler auf Rang 14. Den Sieg holte sich der Schweizer Andreas Küttel, der für Flüge auf 132 und 129 Meter 273,3 Punkte erhielt. Er verwies Doppel-Olympiasieger Thomas Morgenstern aus Österreich (271,9/131+129,5) und den Polen Adam Malysz (263,5/129,5+128) auf die Plätze.

          Das Dilemma der deutschen Springer begann am Montag in der Qualifikation. Zunächst stürzte Martin Schmitt (Furtwangen), qualifizierte sich aber dennoch für den Wettkampf. Dann brach bei dem Berchtesgadener Michael Neumayer im unteren Flugdrittel der Absatz seines linken Sprungschuhs. Bei dem spektakulären Sturz zog er sich Prellungen im Nacken und an der linken Seite zu. Auch bei Michael Uhrmann brach der Schuh, so daß die beiden besten deutschen Athleten bei den Olympischen Winterspielen mit neuem Material in den Wettkampf gehen mußten. Das zeigte Wirkung.

          „Es tat alles weh“

          „Es ist zwar nicht sonderlich tragisch, mit anderen Schuhen zu springen, aber man hat nicht das perfekte Gefühl“, sagte Uhrmann, der zwei Mal bei 126,5 Metern landete. „Wir haben sehr weiche neue Schuh bekommen, das springen wir normal nicht. Jetzt hoffe ich, daß die alten Schuhe repariert werden“, meinte der Bayer, der dennoch nicht ganz unzufrieden war. „Es sind Nuancen. Wenn es nicht ganz optimal läuft, bist du im Weltcup eben auf den Plätzen 10 bis 15. Am Tisch fehlte mir das Gefühl und das drückt sich unten in Metern aus“, bekannte Uhrmann. Neumayer kam gehandicapt auf Platz 27. „Es tat alles weh. Normal spürst du das nicht, aber heute habe ich es gemerkt. Ich bin sehr enttäuscht“, sagte er nach seinen Sprüngen auf zwei Mal 121 Meter.

          Bundestrainer Peter Rohwein war nach dem Ergebnis alles andere als glücklich. „Damit kann man natürlich nicht zufrieden sein. Klar lief nicht alles nach Plan. Es ist immer ein Neuanfang mit neuen Schuhen, das wirft dich zurück. Im Moment läuft es gegen uns, aber damit müssen wir uns auseinander setzen“, meinte Rohwein, der lediglich Martin Schmitt eine Leistung im Rahmen der derzeitigen Möglichkeiten bescheinigte. Der viermalige Weltmeister, der in seiner Karriere drei Mal in Kuopio gewonnen hatte, wurde mit Sprüngen auf 122,5 und 122 Metern 22. unmittelbar vor dem Oberstdorfer Georg Späth. Dieser kämpft derzeit mehr mit sich selbst als um vordere Plazierungen. „Wenn die Form nicht stimmt, fehlt es an Selbstvertrauen“, sagte Späth.

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