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Skispringen in Lahti : Eisenbichler und Geiger zurück in der Spur

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Wieder auf Erfolgskurs: Eisenbichler (links) und Geiger Bild: EPA

Markus Eisenbichler Zweiter, Karl Geiger Dritter – die deutschen Skispringer sind wieder in der Spur. Allerdings profitierten die DSV-Adler in Lahti vom Missgeschick des norwegischen Überfliegers Halvor Egner Granerud.

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          Markus Eisenbichler und Karl Geiger sahen mit großen Augen zu, wie Halvor Egner Granerud weit über die grüne Linie und zum scheinbar haushohen Sieg in Lahti flog. Dann aber griff der Norweger bei riesiger Weite in den Schnee, die beiden DSV-Adler schlugen die Hände vor das Gesicht – und standen kurz darauf unverhofft gemeinsam grinsend auf dem Podium.

          Mit etwas Glück sind die beiden besten deutschen Skispringer auf ihrer erklärten Lieblingsanlage auf Platz zwei und drei geflogen. Doch auch ohne Graneruds Missgeschick wäre es nach der kalten Dusche von Zakopane ein gelungenes Wochenende geworden. „Platz zwei, die Sprünge kommen wieder, ich bin echt happy“, meinte Eisenbichler, der nur wegen einer schwachen Landung hinter dem norwegischen Sieger Robert Johansson einreihte. Und Geiger war mit Platz drei „riesig zufrieden“. Gut vier Wochen vor der WM sind die DSV-Adler wieder in der Spur.

          Patzer von Granerud

          Tragische Figur war aber Weltcup-Spitzenreiter Granerud, der seinen siebten Saisonsieg leichtfertig aus der Hand gab. Bereits nach dem ersten Durchgang hatte er überlegen geführt, danach hatten Eisenbichler, Johansson und Geiger – Vierter, Dritter und Zweiter zur Halbzeit – keineswegs ideale Flüge vorgelegt. Granerud ging trotzdem volles Risiko, flog elf Meter weiter als Johansson – und konnte bei 137,5 Metern nicht mehr seriös landen. Einen Sturz vermied er, der Sieg war aber futsch.

          Johansson (265,9 Punkte/128,5+126,5 Meter) siegte schließlich mit umgerechnet nicht einmal einem Meter Vorsprung auf Eisenbichler (264,2/129,5+128,5). Geiger (264,0/130,5+126,0) lag knapp dahinter und einen halben Punkt vor Granerud, der in den Schnee griff, aber einen Sturz vermied.

          „Die Landung habe ich verduselt, das nervt“

          Johansson (265,9 Punkte/128,5+126,5 Meter) siegte schließlich mit umgerechnet nicht einmal einem Meter Vorsprung auf Eisenbichler (264,2/129,5+128,5), der sich ein wenig grämte. „Die Landung habe ich verduselt, das nervt. Aber die Sprünge kommen wieder“, sagte der 29-Jährige, der erstmals seit Engelberg im Dezember wieder auf dem Podest stand.

          Geiger (264,0/130,5+126,0) lag nur knapp hinter seinem Kumpel, aber hauchdünn vor dem unglücklichen Granerud (263,5) – mit genau einem halben Punkt Vorsprung auf Granerud hatte sich der Allgäuer im Dezember schon im Dezember den Titel bei der Flug-WM gesichert. „Es war ein echt guter Wettkampf“, meinte Geiger, für den es der vierte Podestplatz der Saison war, der erste nach der Tournee.

          Starkes Ergebnis der Deutschen

          Schon am Samstag beim dritten Platz der DSV-Adler im Teamwettbewerb war Geiger der punktbeste aller Springer gewesen. Routinier Pius Paschke als Zehnter rundete das starke deutsche Ergebnis am Sonntag ab, Bundestrainer Stefan Horngacher war mit dem Wochenende entsprechen glücklich.

          „Mit insgesamt drei Podestplätzen können wird sehr zufrieden sein, auch wenn es noch ein paar Baustellen gibt – vor allem bei der Landung“, sagte der Österreicher: „Aber wir sind auf dem richtigen Weg.“ Den wollen die DSV-Adler bis zur WM in Oberstdorf (23. Februar bis 7. März) beibehalten – auch am kommenden Wochenende beim Heimspiel in Willingen.

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