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Skisprung-Qualifikation : 50 Bewerber für 50 Plätze

  • Aktualisiert am

Kommt ein Skispringer geflogen auf der Hochfirstschanze in Titisee-Neustadt. Bild: dpa

Der Ski-Weltverband kämpft seit Jahren mit sinkenden Teilnehmerzahlen beim Skispringen. Die Auswirkungen auf den Weltcup in Titisee grenzen ans Absurde. Das merkt dann auch der Ausrichter.

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          Stürzen sich 50 wagemutige Athleten bei einer Weltcup-Qualifikation von der Skisprung-Schanze – und das ohne jeden sportlichen Sinn: Klang wie ein Witz, war aber so geplant. Beim ersten Weltcup nach der Vierschanzentournee sollten an diesem Freitag (16.15 Uhr) genau 50 Starter in Titisee-Neustadt in der Qualifikation antreten, um 50 Plätze für den Hauptwettbewerb auf der Hochfirstschanze auszuspringen.

          Alle Teilnehmer hätten eine bestimmte Qualifikations-Weite erzielt und wären dann am Samstag (16.00 Uhr/ZDF und Eurosport) völlig unabhängig vom erzielten Ergebnis der Vorausscheidung  wieder in der gleichen Reihenfolge gestartet. Mehr kann die Bedeutung einer Qualifikation nicht ad absurdum geführt werden. Das hat dann auch der Ski-Weltverband (Fis) gemerkt und korrigierte nach einem kurzen Meeting den Charakter des Freitagsspringens: Statt der geplanten Qualifikation soll nun „ein Prolog“ stattfinden. Der lohnt sich dann sogar für die Springer, denn dem Besten winkt ein Preisgeld von 3000 Schweizer Franken. Vor dem zweiten Weltcup-Wettbewerb am Sonntag entfällt die Qualifikation ebenfalls, dann wird nur ein Probesprung durchgeführt.

          Für das deutsche Team sind neben dem Top-Duo Markus Eisenbichler und Karl Geiger vier weitere Springer dabei. Andere Nationen treten unmittelbar nach der Vierschanzentournee mit kleinerem Aufgebot oder gar nicht in Titisee-Neustadt an.

          Die Fis kämpft schon seit ein paar Jahren mit sinkenden Teilnehmerzahlen. Selbst bei der prestigeträchtigen Tournee, bei der früher 70 bis 80 Springer an den Start gingen, waren diesmal nur rund 60 Athleten in den Qualifikationen dabei.

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