https://www.faz.net/-gtl-pn6f

Skispringen : Eine Kleinigkeit macht Späth zum Spitzenspringer

  • Aktualisiert am

Überragend: Janne Ahonen Bild: REUTERS

Georg Späth ist beim Weltcup-Skispringen in Harrachov mit Platz drei und acht in die Weltspitze zurückgesprungen. „Ich habe erwartet, daß er wieder zum Führungsspringer avanciert“, sagte Bundestrainer Peter Rohwein.

          2 Min.

          Erst jubelte Georg Späth ausgelassen über seinen ersten Podestplatz in dieser Saison, dann bestätigte er mit einem Top-Ten-Ergebnis seine Rückkehr in die Weltspitze. Nach einigen Startschwierigkeiten hat sich der Oberstdorfer beim Weltcup-Springen im tschechischen Harrachov eindrucksvoll zurückgemeldet und seinen eigenen Ansprüchen erstmals in diesem WM-Winter genügt. 24 Stunden nach seinem dritten Platz kam Späth beim fünften Saisonerfolg von Überflieger Janne Ahonen, dessen Siegesserie am Samstag vom Polen Adam Malysz unterbrochen wurde, auf den 8. Rang.

          „Ich habe erwartet, daß er wieder zum Führungsspringer avanciert. Diese Plazierungen kommen daher nicht überraschend, er selbst hat ja auch diesen Anspruch“, sagte Bundestrainer Peter Rohwein. Schlüssel zum Erfolg waren Veränderungen, die Späth an der Bandlänge zwischen Ski und Schuh vornahm. „Diese Kleinigkeit hat sich groß ausgewirkt. Ich habe gewußt, daß es nach vorn gehen kann, wenn ich den Fehler finde“, sagte der Oberstdorfer, der schon im Vorjahr stabilster deutscher Springer war.

          Janne Ahonen herausragend

          Allerdings fehlte ihm im Riesengebirge noch die Konstanz. Nachdem Späth im Samstag-Finale mit dem weitesten Satz von 141 m vom 10. auf den 3. Rang nach vorn gesprungen war, ließ er am Sonntag Federn und fiel nach einem verpatzten zweiten Sprung (129,5 m) vom 5. auf den 8. Rang zurück. Dennoch überwog die Freude bei Späth, der am Vortag auf Wolke sieben schwebte. „Heute lief es nach Wunsch. Die zwei Sprünge waren so, wie ich mir das vorstelle. Ein gutes Ergebnis hatte ich schon erwartet, aber daß es gleich so weit nach vorne geht, hätte ich nicht gedacht. Schön, daß ich mal wieder an einer Siegerehrung teilnehmen konnte“, sagte der 23jährige.

          Malysz fliegt zum Sieg

          Herausragend war einmal mehr Janne Ahonen. Der Weltcup-Titelverteidiger mußte am Samstag zwar Adam Malysz knapp den Vortritt lassen, doch einen Tag später war der Finne wieder oben auf. Zunächst holte er sich in der Qualifikation mit 145,5 m den Schanzenrekord, dann verwies er mit Sprüngen von 140 und 141 m den Norweger Roar Ljökelsöy und den Tschechen Jakub Janda auf die Ränge. Mit 580 Punkten führt er die Gesamtwertung nach 6 von 31 Wettbewerben deutlich vor Janda (308) an. Bester Deutscher ist Alexander Herr (Schonach-Rohrhardsberg/181), der sich mit zwei 17. Plätzen wie die anderen DSV-Springer jedoch nicht wie erhofft in Szene setzen konnte.

          Schmitts Start in Engelberg offen

          Michael Neumayer (Berchtesgaden) landete auf den Plätzen 22 und 18, Michael Uhrmann (Rastbüchl) wurde nur 26. und 29. „Die Jungs wissen, daß wir ihnen Vertrauen entgegenbringen. Wir werden unseren Weg deshalb weiter gehen und unsere eingeschlagene Linie nicht verlassen“, erklärte Rohwein, der aber noch Steigerungsmöglichkeiten sieht. „Der Absprung stimmt generell noch nicht hundertprozentig“, bemängelte der Bundestrainer.

          Dies gilt im Besonderen für den in Harrachov fehlenden Martin Schmitt. Der viermalige Weltmeister aus Furtwangen arbeitet gemeinsam mit Maximilian Mechler (Isny) im Trainingslager in Lillehammer an seiner Form. Ob Schmitt am kommenden Wochenende in Engelberg ins Weltcup-Team zurückkehrt, soll Mitte der Woche entschieden werden.

          Weitere Themen

          Drei Medaillen für deutsches Team

          Bahnrad-EM : Drei Medaillen für deutsches Team

          Franziska Brauße, Lisa Brennauer und Lea Sophie Friedrich gewinnen bei der EM der Bahnradfahrer in Apeldoorn Gold, Silber und Bronze. Brennauer verbessert zudem einen Rekord.

          Sieben Tore in einer Halbzeit

          Zweite Liga am Freitag : Sieben Tore in einer Halbzeit

          Keine Tore in der ersten Halbzeit, aber gleich sieben in der zweiten, davon zwei in der Nachspielzeit – und ein gehaltener Elfmeter mit der letzten Aktion: Aue schlägt Nürnberg in einem irren Spiel.

          Topmeldungen

          „Märsche für die Freiheit“ : Barcelona im Ausnahmezustand

          Die Proteste gegen das Urteil im Separatistenprozess legen die Stadt und weite Teile Kataloniens lahm. Die „Sagrada familia“ wurde geschlossen, dutzende Flüge abgesagt – und eines der wichtigsten Fußballspiele Spaniens verschoben.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.