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Skispringen : DSV-Adler springen am Podest vorbei

  • Aktualisiert am

Markus Eisenbicher während eines Sprungs in Sapporo Bild: EPA

Für die absolute Spitze reicht es bei den deutschen Skispringern derzeit einfach nicht. In Sapporo fehlen über zehn Meter auf das Podium. Bei den Frauen sieht die Bilanz besser aus.

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          Markus Eisenbichler schimpfte auf sich selbst und schlich grußlos aus dem Auslauf, auch Stephan Leyhe war nicht vollkommen zufrieden. Die deutschen Skispringer haben das Podest beim ersten von zwei Weltcups im japanischen Sapporo deutlich verpasst und sind gut drei Wochen vor dem Start der WM in Seefeld weiter auf der Suche nach ihrer starken Tournee-Form. „Der Abstand nach oben war schon eine Hausnummer. Das heißt, wir müssen individuell besser werden und weniger Fehler machen“, bilanzierte Trainer Christian Winkler, der den pausierenden Bundestrainer Werner Schuster bei den Springen im Olympia-Ort von 1972 vertritt, am Samstag.

          Zwar schafften es Leyhe als Neunter (131,5 und 126 Meter) sowie Eisenbichler als Zehnter (133 und 130 Meter) unter die besten Zehn, jedoch waren beide Adler mehr als zehn Meter vom Podest entfernt.

          „Das war ein Schritt in die richtige Richtung“

          Olympiasieger Andreas Wellinger belegte bei der Rückkehr nach einer Trainingspause Rang 13. „Bei Andi war es nicht einfach, für ihn ist das Ergebnis okay. Er muss jetzt mal die kleinen Schritte gehen und das war ein Schritt in die richtige Richtung“, sagte Winkler der Deutschen Presse-Agentur.

          Der Sieg ging an Österreichs Stefan Kraft, der am vergangenen Sonntag eine fast zweijährige Durststrecke der ÖSV-Adler beendete und an diesem Samstag mit Flügen auf 132 und 137 Meter gleich den nächsten Erfolg nachlegte.

          Rang zwei ging an den Polen Kamil Stoch, der im zweiten Durchgang mit einem Fabelsprung auf 148,5 Meter für einen Schanzenrekord in Sapporo sorgte und den alten um viereinhalb Meter verbesserte. „Ein perfekter Sprung“, wie Winkler befand. Dritter wurde Robert Johansson aus Norwegen.

          Katharina Althaus auf Platz zwei

          Trainer Schuster lässt den Übersee-Weltcup aus und greift in der kommenden Woche beim Skifliegen in Oberstdorf wieder ein. Dann könnte auch der Vorjahres-Gesamtzweite Richard Freitag, der derzeit eine Trainingspause einlegt, wieder ins Team zurückkehren. Ebenfalls im Februar warten der Heim-Weltcup in Willingen sowie die WM in Tirol ab 19. Februar.

          Skispringerin Katharina Althaus hat sich derweil beim Weltcup im rumänischen Rasnov nur der Norwegerin Maren Lundby geschlagen geben müssen. Die Oberstdorferin behauptete mit Platz zwei am Samstag die Spitzenposition im Gesamtweltcup.

          Auch Juliane Seyfarth (4.), Sotschi-Olympiasiegerin Carina Vogt (8.) und Anna Rupprecht (10.) kamen unter die Top Ten und sorgten wie schon zuletzt im japanischen Zao für ein starkes Mannschaftsergebnis für die Athletinnen von Bundestrainer Andreas Bauer. Platz drei belegte die Japanerin Sarah Takanashi.

          Mit Sprüngen auf 91,5 und 93 Metern rehabilitierte sich Althaus für ihren Patzer am vergangenen Sonntag, als sie im japanischen Zao Achte geworden war. Mit 236,9 Punkten lag die 22-Jährige in Siebenbürgen allerdings klar hinter Lundby (247,8), die auf 94 und 95 Meter kam und in der Saisonwertung auf Rang zwei steht. Ein weiterer Wettbewerb findet am Sonntag (12.30 Uhr) in Rasnov statt. Am kommenden Wochenende ist das österreichische Hinzenbach die nächste Station.

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