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Skispringen : Tränen nach dem Titel

  • -Aktualisiert am

Sieger am Holmenkollen: Gregor Schlierenzauer holt sein drittes Gold bei der WM Bild: REUTERS

Der deutsche Hoffnungsträger Michael Uhrmann springt bei der Nordischen Ski-WM an einer Medaille vorbei und erklärt anschließend seinen Rücktritt. Gold am traditionsreichen Holmenkollen geht nach Österreich: Gregor Schlierenzauer siegt vor Thomas Morgenstern.

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          Mit einem Zehntelpunkt Vorsprung war er 2006 Olympiasieger geworden - mit einem Rückstand von 0,3 Punkten verlor Thomas Morgenstern am Donnerstag den Weltmeistertitel. 16,6 Zentimeter fehlten dem Goldmedaillengewinner von der Normalschanze bei der nordischen Ski-WM in Oslo am Donnerstagabend zum dritten Sieg. Und ausgerechnet sein Landsmann Gregor Schlierenzauer verdarb Morgenstern die Chance, als erster Skispringer viermal auf dem obersten Podest zu stehen. Denn dass er an diesem Samstag auch mit dem Team noch einmal erfolgreich sein wird, daran hegt kaum jemand Zweifel.

          Schlierenzauer, der zu Beginn der Saison nicht recht in Schwung gekommen war, sich dann im Dezember einen Anriss des Innenbandes im rechten Knie zuzog und erst nach der Hälfte der Vierschanzentournee zurückkehrte, konnte seine Tränen nicht zurückhalten. „Diese Saison ist unglaublich wertvoll für mich“, sagte er, „ich habe so hart arbeiten müssen. Ich glaube, jetzt komme ich noch stärker zurück.“

          Seine Nachfolger haben sich schon positioniert

          Auch Michael Uhrmann aus Rastbüchl stand in seiner Karriere schon ganz oben auf dem Siegespodest, war Olympiasieger und Weltmeister mit dem deutschen Team. Am Donnerstag wurde der 32 Jahre alte Niederbayer als bester Deutscher Sechster - und erklärte anschließend seinen Rücktritt. „Am Samstag wird mein letzter großer Wettkampf sein.“ In der Teamentscheidung von der Großschanze will er sich „noch einmal einen Medaillentraum erfüllen“. Seine Nachfolger haben sich schon im Laufe der Saison positioniert. Severin Freund, mit zwei Weltcupsiegen in der Weltklasse angekommen, konnte allerdings am Donnerstag sein Potential nicht beweisen, er wurde Zwölfter. Der erst neunzehnjährige Richard Freitag kam auf Platz 15, Martin Schmitt wurde 16. Bundestrainer Werner Schuster war insgesamt zufrieden. „Die Mannschaft hat eine gute Leistung gezeigt“, sagte er, „eine weitere Medaille im Team ist zu schaffen.“ Von der Normalschanze hatten die Deutschen Bronze gewonnen.

          Der Überflieger: Thomas Morgenstern muss sich mit Silber begnügen

          Nur Gold gibt es derzeit für die überragende Langläuferin dieser WM. Marit Björgen erreichte mit großem Vorsprung am Mittag als Schlussläuferin der norwegischen viermal Fünf-Kilometer-Staffel das Ziel und holte ihren vierten Titel. Hinter Schweden, Finnland und Italien kamen Stefanie Böhler, Kathrin Zeller, Evi Sachenbacher-Stehle und Nicole Fessel auf Platz fünf. „Die Staffel hat sich sehr gut verkauft“, sagte Bundestrainer Jochen Behle.

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