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Skiläuferin Mikaela Shiffrin : Die neue Queen will kein Drama

Im Frühlingsschnee zum Slalom-Gold: Mikaela Shiffrin im zweiten Lauf Bild: EPA

Mikaela Shiffrin ist die beste Skiläuferin der Welt, sie gewinnt bei der WM zum vierten Mal Slalom-Gold. Ihre weiteren Ziele sind bescheiden – und doch so schwer zu erreichen.

          5 Min.

          Jung, hübsch, erfolgreich. Dazu witzig, wortgewandt und sympathisch wirkend: Mikaela Shiffrin, 23 Jahre, blondes Haar, erscheint wie das perfekte „girl next door“. Und die Amerikanerin gibt sich auch alle Mühe, es zu bleiben. Bloß nicht als Superstar auftreten. Dabei ist sie es längst.

          Die Ski-WM in Åre verlässt Shiffrin als erfolgreichste Teilnehmerin. Nach ihrem Sieg im Super-G zu Beginn fügte sie am Samstag noch den allseits erwarteten, aber dennoch schwer erkämpften Titelgewinn im Slalom an – es ist ihr vierter in Serie seit 2013, was noch keiner Skisportlerin zuvor gelungen ist. Dabei war sie kränklich ins Rennen gegangen und hatte nach dem ersten Durchgang als Dritte 0,15 Sekunden Rückstand. Doch dann gelang ihr einer dieser typischen Shiffrin-Traumläufe, und sie gewann in einer Gesamtzeit von 1:57,05 Minuten mit 0,58 Sekunden vor der Schwedin Anna Swenn Larsson. Rang drei ging an Petra Vlhová aus der Slowakei (+1,03). Im Riesenslalom hatte Shiffrin zudem Bronze geholt. Drei Medaillen bei einer WM sind wahrlich keine schlechte Ausbeute, doch hatte sie damit ihre fabelhaften Fähigkeiten angemessen ausgespielt? Auf ihre Teilnahme an Abfahrtslauf und alpiner Kombination hatte Shiffrin verzichtet – und damit auf mögliche weitere Erfolge.

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