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Skiflug-WM : Freitag kann fliegen

  • Aktualisiert am

Bald ist wieder volle Konzentration gefordert: Richard Freitag. Bild: dpa

Nach seiner Verletzung bei der Vierschanzentournee kommt der DSV-Topspringer plangemäß zurück. Bei der Heim-Weltmeisterschaft in Oberstdorf ist eine Medaille das Ziel.

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          Zwei Wochen nach seinem Sturz in Innsbruck wagt Richard Freitag bei der Skiflug-WM in Oberstdorf das Comeback.  Deutschlands bester Skispringer steht für die Titelkämpfe im Allgäu von diesem Donnerstag an im fünfköpfigen Aufgebot von Bundestrainer  Werner Schuster, wie der Deutsche Skiverband am Dienstag bestätigte. „Ich bin zwar noch nicht 100 Prozent schmerzfrei, aber guter Dinge, dass es trotz alledem gut funktionieren wird“, sagte Freitag. Wegen Hüftschmerzen nach seinem Sturz hatte der 26-Jährige zuletzt aussetzen müssen.

          Bei den Titelkämpfen in seiner neuen Wahlheimat will Freitag nach der weitgehend überstandenen Verletzung angreifen. „Ich freue mich auf coole Skiflug-Tage, eine tolle Stimmung in Oberstdorf und natürlich darauf, wieder im Zirkus und beim Team zu sein. Dann lassen wir es mal vier Tage krachen“, kündigte der Sachse an. Neben Freitag nominierte Bundestrainer Werner Schuster auch Andreas Wellinger, Markus Eisenbichler, Karl Geiger und Stephan Leyhe für die Flug-WM.

          „Unser Team ist stark, wir treten in Bestbesetzung an. Grundsätzlich sind wir in der Lage, im Einzel und mit der Mannschaft um Edelmetall zu kämpfen. Unser Ziel ist es, zumindest eine Medaille bei der Heim-WM zu gewinnen“, sagte Schuster. Bei seinem Top-Athlet relativierte der Österreicher: „Richard Freitag ist zurück im Team und fühlt sich fit. Dennoch müssen wir nach der Pause abwarten, wie er wieder in die Wettkämpfe kommt.“ Es sei schwer abzuschätzen, wie das Flugvermögen nach der zweiwöchigen Pause aussehe.

          Mit Freitag, Wellinger und Eisenbichler hat Schuster drei Asse, die auf den Flugschanzen bereits ihre Qualitäten bewiesen haben. Mit diesem Trio und dem Heimvorteil sollen die Erfolge auf der Heini-Klopfer-Flugschanze gelingen. „Im letzten Jahr hat uns die Schanze gut gelegen. Wir haben gute Erinnerungen an die Wettkämpfe. Andreas Wellinger konnte dort einen neuen Schanzenrekord aufstellen und ist zweimal Zweiter geworden“, sagte Schuster.

          Auch Wellinger und Eisenbichler, die den Ausfall Freitags beim Fliegen am Kulm am vergangenen Wochenende nicht kompensieren konnten, sind topmotiviert. „Dieses Mal will ich vorne mitspringen, das Fliegen genießen und im Einzel sowie mit dem Team voll angreifen“, sagte Eisenbichler. Sein bayerischer Teamkollege Wellinger, immerhin Tournee-Zweiter, kündigte an: „Ich fahre motiviert und mit einem guten Gefühl nach Oberstdorf. Vor allem, da ich im letzten Jahr sehr schöne Erfahrungen auf der Schanze gemacht habe.“

          Drei Wochen vor den Olympischen Spielen in Pyeongchang gilt es für Freitag und Co. auch, nach dem schlechten Resultat in Bad Mitterndorf wieder Schwung aufzunehmen. Vor zwei Jahren hatten Leyhe, Wellinger, Freitag und der am Kreuzband verletzte Severin Freund Silber im Team gewonnen bei der Skiflug-WM. Mit Tournee-Vierfachsieger Kamil Stoch, dem Österreicher Stefan Kraft, der mit 253,5 Metern noch immer den Skiflug-Weltrekord hält, sowie den starken Norwegern um Daniel Andre Tande erwartet die DSV-Adler in Oberstdorf starke Konkurrenz. Der Einzel-Wettkampf steht am Freitag und Samstag an, am Sonntag soll im Team geflogen werden.

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