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Skiflug-WM : Deutsche Medaillenträume schon bei Halbzeit geplatzt

  • Aktualisiert am

Verzweifelt: Bundestrainer Peter Rohwein Bild: picture-alliance/ dpa/dpaweb

Bundestrainer Peter Rohwein schüttelte verzweifelt den Kopf, Alexander Herr zuckte ratlos mit den Schultern: Die deutschen Medaillenträume bei der Skiflug-WM sind schon zur Halbzeit der Einzel-Konkurrenz geplatzt.

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          Bundestrainer Peter Rohwein schüttelte verzweifelt den Kopf, Alexander Herr zuckte ratlos mit den Schultern: Die deutschen Medaillenträume bei der Skiflug-Weltmeisterschaft sind schon zur Halbzeit der Einzel-Konkurrenz geplatzt. Mit einem Hüpfer auf 142,4 Meter im zweiten Durchgang vergab der stark gestartete Herr am Freitag alle Chancen auf Edelmetall, das am Samstag vergeben wird.

          „Ich bin froh, daß Alex heil runter gekommen ist“, kommentierte Rohwein den Harakiri-Flug des Schwarzwälders, der nach dem ersten Sprung auf Platz fünf gelegen hatte. „Das ist sehr ärgerlich“, sagte Alexander Herr. Bester DSV-Springer nach zwei Durchgängen am Kulm in Bad Mitterndorf ist Michael Neumayer aus Berchtesgaden auf Rang neun. Der Bayer kam auf 187,5 und 192,5 Meter, liegt aber bereits 42 Punkte hinter dem Führenden Roar Ljökelsöy aus Norwegen.

          „Einen von denen werden wir putzen“

          Der Titelverteidiger führt nach Flügen auf 202,5 und 207,5 Meter mit 401,0 Zählern klar vor den Österreichern Thomas Morgenstern (378,2) und Martin Koch (377,4) und befindet sich damit erneut auf Gold-Kurs. Michael Uhrmann (Rastbüchl/355,6) ist Zwölfter, Georg Späth (Oberstdorf/319,8) 20. „Neumayer ist im Soll, Uhrmann war okay. Späth muß sich noch steigern“, bilanzierte Rohwein zur Halbzeit. Die DSV- Springer müssen nun auf den Team-Wettbewerb am Sonntag hoffen.

          „Da geht es gegen Österreich, Norwegen und Finnland. Einen von denen werden wir putzen“, tönte Uhrmann. Mit seiner eigenen Leistung war er nur bedingt zufrieden. „Das ist nicht das, was drin gewesen wäre. Es hätte super laufen müssen, wenn ich um die Medaillen hätte mitspringen wollen“, schätzte er nach Sprüngen auf 193 und 182,5 Meter ein. Dies galt auch für Herr. Nach 195,5 Metern im ersten Durchgang hatte es für den 27jährigen aus Schonach-Rohrhardsberg noch gut ausgesehen. Doch bei seinem zweiten Versuch geriet er in Schieflage und hatte Mühe, den Sprung zu landen.

          „Ich weiß nicht, warum“

          „Ich bin besser vom Tisch weggekommen als im ersten Durchgang und kann keinen Fehler finden. Bei 110 Metern hat es mir schlagartig den Ski weggedreht. Ich weiß nicht, warum. Das Risiko war dadurch zu groß, deshalb habe ich aufgemacht“, sagte Herr. Als 26. mit 299,6 Punkten geht er am Samstag chancenlos in den zweiten Tag. „Meiner Meinung nach war das ein Uralt-Fehler, den er schon lange nicht mehr gemacht hat. Er ist nicht gleichmäßig mit den Ski rausgekommen. So etwas macht sich beim Skifliegen gleich bemerkbar“, erklärte Jens Weißflog.

          Bei Kaiser-Wetter hatte zunächst heftiger Wind den Zeitplan durcheinander gewirbelt. Nach 15 Springern brach die Jury den ersten Durchgang ab und startete den Wettbewerb nach einer 45minütigen Pause neu. „Es war sinnvoll zu warten“, sagte Neumayer, der als erster der vier deutschen Springer vom Bakken ging und nun sogar die Minimal-Hoffnungen auf eine Top-Plazierung trägt. „Wenn ich unter den Top Ten lande, wäre das ein super Ergebnis für mich“, erklärte Neumayer.

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