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Skifliegen : Malysz fliegt allen davon

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Überflieger Adam Malysz: Vier Sprünge über 200 Meter in zwei Tagen Bild: REUTERS

Adam Malysz hat den zweiten Skiflug-Weltcup im slowenischen Planica vor dem Norweger Anders Jacobsen gewonnen und steht dicht vor seinem vierten Gesamt-Triumph. Martin Schmitt belegte Rang 16.

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          Adam Malysz hat beim Skifliegen in Planica seinen 37. Weltcupsieg gefeiert und steht dicht vor dem vierten Gesamt-Triumph. Der Pole lieferte am Samstag mit 210,5 und 217,5 Metern erneut eine exzellente Flugshow und sicherte sich mit 419,6 Punkten wie schon am Vortag den Sieg auf der größten Schanze der Welt. Zweiter wurde Anders Jacobsen (417,7) mit Sprüngen von 209 und 217 Metern. Auf Rang drei kam der Österreicher Martin Koch.

          „Der zweite Sieg innerhalb weniger Stunden hier - das ist Wahnsinn“, meinte Malysz der nach seinem achten Saisonsieg von tausenden polnischen Fans in den Julischen Alpen frenetisch gefeiert wurde. Der Weltmeister auf der Normalschanze baute seinen Vorsprung im Gesamtklassement auf 66 Punkte aus. Selbst wenn Jacobsen am Sonntag den letzten Saison- Wettbewerb gewinnen sollte, reicht dem 29-jährigen Polen ein siebter Platz zum vierten Gewinn der Großen Kristallkugel nach 2001, 2002 und 2003. Damit würde er den Rekord des Finnen Matti Nykänen egalisieren.

          Rohwein bleibt Bundestrainer

          Martin Schmitt zeigte sich gegenüber dem 25. Platz vom Freitag leicht verbessert und belegte mit Sprüngen auf 197,5 und 204 Meter den 16. Rang. Dennoch war der 29 Jahre alte Routinier aus Furtwangen nicht zufrieden. „Es wäre deutlich mehr drin gewesen. Ich habe beim zweiten Versuch die vorhandene Energie nicht nutzen können und 15 Meter verschenkt. Richtig Laune macht es nur, wenn man nicht nachdenken muss. Ich habe nicht das hundertprozentige Gefühl auf dieser Schanze“, sagte Schmitt.

          Ähnlich sah es Bundestrainer Peter Rohwein. „Martin kann mehr, als er hier gezeigt hat. Insgesamt hat er in diesem Winter aber einen absoluten Aufwärtstrend nachgewiesen. Diesen gilt es fortzusetzen“, sagte Rohwein. Der Chefcoach bestätigte am Rande des Wettkampfes, dass er seine Arbeit in der kommenden Saison fortsetzen wird. „Ich gehe davon aus, dass ich Bundestrainer bleibe“, sagte Rohwein. Der zweite deutsche Starter, Erik Simon aus Zschopau, verpasste als 32. mit 186 Metern wie schon am Vortag das Finale.

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