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Skifliegen in Vikersund : Severin Freund krönt Weltrekord-Show

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Die Skispringer zeigen in Vikersund eine unglaubliche Show – mit Severin Freund in der Hauptrolle Bild: Imago

In Vikersund zeigen die Skispringer eine historische Show. Ein Norweger knackt den erst einen Tag alten Weltrekord und segelt unglaubliche 251,5 Meter. In die Hauptrolle auf dem Monsterbakken schlüpft dennoch Severin Freund.

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          Mit dem Flug seines Lebens schlüpfte Severin Freund am Ende einer historischen Weltrekord-Show auf dem Monsterbakken in Vikersund doch noch in eine Hauptrolle. Der Bayer segelte am Sonntag mit dem deutschen Rekord von 245 Metern zum 14. Weltcupsieg seiner Karriere und feierte damit eine glänzende Generalprobe für die nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Falun.

          Zweiter wurde der Norweger Anders Fannemel, der im ersten Versuch mit 251,5 Metern die erst 24 Stunden alte Bestmarke von Peter Prevc in seinen Besitz brachte. Der Slowene war bei seinem Sieg am Samstag als erster Mensch 250 Meter weit gesprungen.

          Ein Gruß aus Norwegen in die Heimat von Severin Freund Bilderstrecke
          Ein Gruß aus Norwegen in die Heimat von Severin Freund :

          „Es war sehr, sehr geil. Ich bin überglücklich, dass ich heute noch mal ins Fliegen gekommen bin. Die 245 lassen sich als deutscher Rekord sehen“, beschrieb Freund in der ARD seine Gefühle nach der unglaublichen Flugshow auf der weltgrößten Schanze.

          Nach dem fünften Saisonsieg reist Freund nun als heißer Goldanwärter zur WM. „Man sagt immer, bei einer WM geht extrem viel über Emotionen. Die habe ich mir hier sicher geholt“, erklärte der Skiflug-Weltmeister.

          „Die heutige Leistung war fantastisch“

          Bundestrainer Werner Schuster war von der Gala seines Vorzeigespringers begeistert. „Er ist gut in Form. Er hat ein wenig Zeit gebraucht, um sich an das Schanzenprofil zu gewöhnen. Die heutige Leistung war fantastisch“, lobte er. Grund zur Freude boten auch zwei andere WM-Fahrer: Michael Neumayer feierte mit Rang sechs sein bestes Saisonergebnis, Markus Eisenbichler wurde Achter.

          Schon zur Halbzeit lag Freund mit 237,5 Metern nur 2,3 Punkte hinter Fannemel, der seinen Weltrekord mit einem lauten Jubelschrei feierte. „Das war ein fantastischer Sprung. Das Limit ist erreicht“, stellte Schuster nach dem unglaublichen Flug des Norwegers fest. Der hatte im Finale bei drastisch verkürztem Anlauf nicht den Hauch einer Chance gegen Freund, der sogar Mitleid für seinen Konkurrenten empfand: „Es war ein bisschen schade, dass er nie ins Fliegen gekommen ist, weil er oben nicht die Unterstützung hatte und zu nahe am Hang war.“

          Weil der entthronte Rekordmann Prevc als 16. patzte, liegt Freund auf Rang drei der Gesamtwertung nur noch 102 Punkte hinter dem neuen Weltcup-Spitzenreiter. Im Kampf um den Skiflug-Weltcup führt der deutsche Topspringer mit 250 Zählern klar vor dem Slowenen (165).

          Als Prevc am Samstag die vier Jahre alte Bestmarke des Norwegers Johan Remen Evensen um 3,5 Meter verbessert und damit die magische 250-Meter-Grenze geknackt hatte, spendete auch Freund trotz des auf Rang vier knapp verpassten Podestplatzes begeistert Beifall. „Das war ein verdammt geiler Sprung. Den so weit zu ziehen, ist extrem. Diese Weite haben nicht wahnsinnig viele Leute für möglich gehalten“, sagte Freund.

          „Es ist immer großartig, weit zu fliegen“

          Zu diesem Zeitpunkt ahnte er noch nicht, dass die Bestmarke nur 24 Stunden Bestand haben würde. Schon in der Qualifikation wackelte der Rekord, als der Russe Dimitri Wassiljew mit 254 Metern die größte Weite der Skisprung-Geschichte erzielte, den Sprung aber nicht stehen konnte. Prevc blieb am Ende des Wahnsinns-Wochenendes immerhin der fünfte Weltcupsieg seiner Karriere und der Eintrag in die Skisprung-Geschichtsbücher als erster Athlet über 250 Meter. „Es ist immer großartig, weit zu fliegen. Es war fantastisch“, erklärte er.

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