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Skier im Test : Allround, Allmountain, Allmächtiger

Von allmountain bis allmächtig: K2, Blizzard, Atomic und Fischer Bild:

Sucht man nach dem Ski, der alles kann, stellt man fest: So ein neuer Allmountain-Typ - das ist es! Oder doch ein herkömmlicher Allrounder? Wie wär's mit einem Freerider, einem Twin-Tip-Doppelender? Man muss halt finden, was zu einem passt.

          Was den Österreicher angeht, der in Sichtweite des Skilifts wohnt, so ist seine Skepsis zu verstehen, wenn es um Detailwissen und Beratungskünste von Skiverkäufern in wenig alpinen Menschenansammlungen wie Hamburg oder Frankfurt, aber auch Wien oder Linz geht. „Ich glaube, dass es der Kunde schwer hat, sich zu orientieren“, sagt Thomas Rakuscha, Direktor für Produktmanagement bei Blizzard in Mittersill. Der hat's gut, er wohnt 100 Meter neben dem Lift.

          Walter Wille

          Redaktion „Technik und Motor“

          Hamburger haben's weiter, und nie war gute Beratung so wertvoll wie heute. Einen High-Performance-Carver wählen? Und wenn ja: einen für kleine, mittlere, große Radien? Ist das eigentlich das Gleiche wie ein Race-Carver? Oder ein Sport-Carver? Lieber einen zahmeren Allrounder suchen? Oder einen Allmountain-Ski? Wie wär's mit einem Freerider, einem Twin-Tip-Doppelender? Vielfalt ist etwas Feines. Sie kann aber auch überfordern.

          Man muss halt finden, was zu einem passt

          Der Variantenreichtum bei den Abfahrtsski hat Auswüchse angenommen, andererseits aber Produkte hervorgebracht, von denen man früher nur träumen konnte. Man muss halt finden, was zu einem passt. Es hilft immens, sich mit Faktoren zu beschäftigen wie Flex, Radius, Torsionsverhalten, Mittenbreite. Wer sich da hineinkniet, kann das Gefühl bekommen, man benötige zwei, am besten drei Paar Ski, um für unterschiedliche Schnee- und Pistenverhältnisse nebst Stimmungen das passende Material zu haben. Und, ach: Die Grenzen der Kategorien scheinen zu verschwimmen, da gibt es komfortable Race-Carver und sportliche Allrounder, Allmountain-Typen, die mal mehr Richtung Piste, mal Richtung Gelände tendieren. „Ohne Beratung kann der Endverbraucher dem Ganzen teilweise nicht mehr folgen“, räumt Rakuscha ein.

          Atomic Nomad Blackeye TI, 599 Euro

          Es ist also schwer. Aber sooo schwierig dann auch wieder nicht. Lässt man die Rennbretter für Höchstgeschwindigkeit auf präparierter Piste, für Fliehkraftexzesse, die Spezialisten für Pipe oder Funpark, die mächtigen Planken für bauchnabelhohen Puder beiseite, rücken die guten alten Allrounder ins Blickfeld sowie die noch ziemlich neuartigen Allmountain-Ski. Erstere sind in der Regel geeignet, ein breitgefächertes Publikum auf der Piste zufriedenzustellen, Letztere fügen als trendige Allzweckwaffe dem Spaß die Komponente unpräpariertes Gelände hinzu. „Allmountain ist das Thema Nummer eins dieser und der nächsten Saison“, sagt Andrea Tiling, Marketingleiterin bei K2, „Ski, die bei den unterschiedlichsten Bedingungen und in jedem Gelände funktionieren.“ Herbert Buchsteiner, Produktmanager bei Atomic, sieht es genauso: „Allmountain wird immer wichtiger.“

          Das gewährleistet Schwimmvermögen im Ungewalzten

          Der wichtigste Unterschied des Allmountain- zum Allround-Ski besteht in seiner größeren Mittenbreite von etwa 75 bis 90 Millimeter unter dem Schuh. Das gewährleistet Schwimmvermögen im Ungewalzten. Andererseits erlauben diese Bretter bei der Rückkehr ins gepflegte Gebiet dank ihrer Taillierung geschnittene, enge Radien mit einer gewissen Leichtigkeit. Laufruhe und sicheren Kantengriff müssen sie ebenfalls mitbringen und obendrein den einen oder anderen Fehler verzeihen. Einem Allmountain sollte zugestanden werden, dass er etwas träger ist als ein aggressiver Slalomrenner oder Allrounder. Schmalere Ski sind reaktionsfreudiger. Je breiter die Brettmitte, je größer die Auflagefläche, desto besser fürs Tiefschneesurfen.

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