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Ski-WM : Tschechin Zahrobska siegt im Slalom

Beste Deutsche auf Rang sechs: Monika Bergmann-Schmuderer Bild: dpa

Diesmal hat es für Anja Pärson nicht gereicht. Nach drei Goldmedaillen bei der Ski-WM in ihrer schwedischen Heimat musste sie sich im Slalom mit Rang drei begnügen. Es gewann die Tschechin Sarka Zahrobska vor Marlies Schild.

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          Und wieder ein Familienunternehmen, das bestens harmoniert und hohe Erträge abwirft: Die von ihrem Vater trainierte Sarka Zahrobska ist die neue Slalom-Weltmeisterin, nebenbei gewann sie damit die erste alpine goldene WM-Medaille für die Tschechische Republik. Die 22 Jahre alte Pragerin, vor zwei Jahren WM-Dritte, lag schon nach dem ersten Durchgang vorne und baute ihren Vorsprung schließlich auf 16 Hundertstelsekunden vor der in dieser Weltcupsaison schon fünfmal siegreichen Österreicherin Marlies Schild aus.

          Peter Penders

          Stellvertretender verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Platz drei ging an eine noch erfolgreichere Vater-Tochter-Kombination: Anja Pärson, 21 Hundertstelsekunden zurück, holte sich nach ihren drei WM-Titeln im Superriesenslalom, in der Kombination und in der Abfahrt nun ihre vierte Medaille. Im Riesenslalom war die Schwedin im zweiten Durchgang ausgeschieden. Von den vermeintlichen vier deutschen Fahrerinnen waren nur drei an den Start gegangen.

          „Das ist ganz ordentlich, aber leider nichts wert“

          Kathrin Hölzl hatte sich am Mittwoch beim Training das Steißbein gebrochen und muss nun drei Wochen pausieren. Ausgerechnet Monika Bergmann-Schmuderer, vor der Saison vom Deutschen Ski-Verband ausgemustert und seitdem als Solistin unterwegs, avancierte zur besten Fahrerin dieses Trio, was an diesem Abend allerdings nichts allzu schwer war.

          Die 28 Jahre alte Technik-Spezialistin belegte einen sehr guten sechsten Rang, ihre beiden Kolleginnen Annemarie Gerg und Susanne Riesch schieden dagegen schon im ersten Durchgang aus. „Das ist ganz ordentlich, aber bei einer Weltmeisterschaft leider nichts wert“, sagte Monika Bergmann-Schmuderer, die nun aber nachträglich doch noch in ein deutsches Team aufgenommen wurde.

          Andere Nationen nehmen Abschluss nun auch ernst

          Ursprünglich war Annemarie Gerg für einen Start im Mannschaftswettbewerb vorgesehen, ihren Platz aber wird nun die Weltmeisterin aus dem Bayrischen Wald einnehmen. Schließlich gehörte Monika Bergmann-Schmuderer jenem deutschen Sextett an, das sich vor zwei Jahren überraschend den WM-Titel im Teamwettbewerb geschnappt hatte.

          Doch im Gegensatz zu Bormio 2005 nehmen nun auch die anderen Nationen den Abschlusswettbewerb offenbar ernst. Der Österreichische Ski-Verband hat beispielsweise Fritz Strobl den WM-Zweiten im Superriesenslalom wieder einfliegen lassen. Und vor allem Anja Pärson würde mit Schweden nur zu gerne ihre fünfte Medaille in Are gewinnen.

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