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Ski-Abfahrt der Superlative : Die Visionäre vom Matterhorn

Atemraubend in seiner schroffen Schönheit: das Matterhorn. Bild: Zermatt Tourismus

Mehr als ein Wintertraum im Sommer: Zermatt und Cervinia planen eine Weltcup-Abfahrt der Superlative. Höher hinaus und länger hinab ging es noch nie. Und ein Hauch Verrücktheit ist auch dabei.

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          Wer von Zermatt im Wallis nach Cervinia ins benachbarte Aostatal mit dem Auto fahren will, muss dafür fünf Stunden veranschlagen. Auf Skiern könnte es bald in drei Minuten klappen. Zumindest für Weltcup-Skiläufer. Von Gobba di Rollin oberhalb des Klein Matterhorns in rasender Fahrt bis hinunter nach Laghi Cime Bianche. Es wäre ein Skirennen der Superlative: der höchstgelegene Startpunkt, auf 3899 Metern, die längste Strecke, fast fünf Kilometer, und die einzige Weltcup-Abfahrt, die über eine Landesgrenze führt, von der Schweiz nach Italien. „Nur wir können das machen“, sagt Franz Julen, Präsident der Zermatt Bergbahnen, was nicht überheblich klingen soll, sondern realistisch.

          Der gesamte Ort stehe hinter dem Konzept, sagt Julen: Hotellerie, Gewerbeverein, Bergbahn, Skiklub. Tourismusbehörde sowieso. Zudem Gemeinde und Burgergemeinde, womit die alteingesessenen Familien gemeint sind, was wichtig ist in Zermatt. Und auch der Umweltschutz wurde bedacht. Es wäre keine Erdverschiebung nötig und keine Beschneiung. Die Strecke führt zu drei Vierteln über Gletscher.

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