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„Es passt gar nichts zusammen“ : Deutsches Debakel bei Ski-Weltcup in Wengen

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Das war nichts: Andreas Sander nach der ersten von zwei Abfahrten in Wengen Bild: AFP

Dem Ausrufezeichen im Super-G folgt die totale Enttäuschung in der Abfahrt: Für die deutschen Ski-Rennfahrer endet der Weltcup-Tag in Wengen unbefriedigend. Aufregung gibt es um den Weltmeister aus Österreich.

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          Das Dauerduell der Skirennfahrer Aleksander Aamodt Kilde und Marco Odermatt schaukelt sich gut drei Wochen vor den Olympischen Winterspielen in Peking immer weiter hoch. Der Norweger Kilde gewann am Freitag die erste der zwei Abfahrten in Wengen und bejubelte seinen fünften Saisonsieg, sein Schweizer Rivale Odermatt wurde mit 0,19 Sekunden Rückstand Zweiter. Auf Platz drei landete Odermatts Landsmann Beat Feuz (+0,30). Die deutschen Speed-Herren erlebten ein Debakel und verpassten geschlossen die Top 20.

          „Ein schönes Gefühl“, sagte Kilde, der im Super-G tags zuvor Zweiter geworden war – hinter Odermatt. Der Eidgenosse hat in diesem Winter sogar schon sechs Mal gewonnen. Gemeinsam sind der im Gesamtweltcup führende Odermatt und sein Verfolger Kilde die prägenden Figuren dieser Saison. Bei den Spielen in China (4. bis 20. Februar) zählen sie zu den absoluten Topfavoriten auf die Medaillen.

          „Sehr enttäuschend momentan“

          Ob auch die Deutschen dort dann um die vorderen Plätze mitfahren können, wird sich zeigen. Nach ihren teils starken Auftritten im Super-G am Donnerstag kassierten sie diesmal wieder einen herben Dämpfer. Romed Baumann und Josef Ferstl, die tags zuvor als Vierter und Sechster überzeugt hatten, fuhren auf die Plätze 27 und 33. Dominik Schwaiger, Simon Jocher und Andreas Sander belegten die Ränge 24, 38 und 41.

          Besonders bei Sander, dem WM-Zweiten, ist der Wurm drin. Sein bislang bestes Abfahrtsergebnis in diesem Winter war der elfte Platz in Gröden kurz vor Weihnachten. „Es passt gar nichts zusammen“, sagte Sander im ZDF. „Es ist sehr enttäuschend momentan.“

          Für Aufsehen sorgte das Sonderstartrecht, das Weltmeister Vincent Kriechmayr vom Weltverband Fis bekam. Der Österreicher hatte infolge eines positiven Corona-Tests aus der Vorwoche die Abfahrtstrainings am Dienstag und Mittwoch verpasst. Laut Reglement ist die Teilnahme an mindestens einem Training jedoch Pflicht für den Start in der Schussfahrt.

          Nachdem er durch eine Juryentscheidung Grünes Licht bekommen hatte, fuhr Kriechmayr deshalb am Freitagmorgen aus dem Starthaus. Nach wenigen Metern brach er die Fahrt ab und ging zur normalen Streckenbesichtigung über. Im Rennen wurde der 30-Jährige dann Zwölfter. Am Samstag steht noch eine zweite, längere Abfahrt an.

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