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Start des Ski-Weltcups : Düstere Wolken über scheinbar heiler Bergwelt

  • -Aktualisiert am

Durch den Schneestaub: Mikaela Shiffrin siegt im Riesenslalom der Frauen. Bild: Getty

Der Weltcup-Auftakt der alpinen Skifahrer hoch über Sölden hätte kaum schöner gelingen können. Auf den ersten Blick zumindest. Denn es gibt einige Probleme, die den ganzen Zirkus beschäftigen.

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          Der Himmel so blau, der Schnee strahlend weiß und ein Bergpanorama wie gemalt im gleißenden Sonnenlicht. Dazu ein paar Tausend Zuschauer – geimpft, genesen oder getestet – zur Untermalung der perfekten Kulisse. Sie bejubelten in der Arena am Rettenbachferner zunächst am Samstag den Sieg der Amerikanerin Mikaela Shiffrin im Riesenslalom der Damen und dann vor allem den zweiten Platz ihres Landsmanns Roland Leitinger, der am Sonntag nur um 0,07 Sekunden vom Schweizer Sieger Marco Odermatt bezwungen wurde. Der Weltcup-Auftakt der alpinen Skifahrer hoch über Sölden hätte kaum schöner gelingen können. Auf den ersten Blick zumindest, den auch die Fernsehbilder in die Welt sendeten.

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          Achim Dreis
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          Doch wie es in den Bergen so ist, die Wetterlage kann schnell umschlagen, und das Wolfgang Ambros’sche Axiom vom „Schifoan“ als das „leiwaundste, wos ma sich nur vurstelln kann“, gilt nicht mehr uneingeschränkt. Zu viele negative Vorzeichen hängen wie düstere Wolken über dem ganzen Zirkus, selbst wenn man sie nicht sieht oder sehen will – angefangen bei der längst nicht überwundenen Corona-Pandemie über die immer drängender erscheinende Nachhaltigkeitsdiskussion bis hin zur politisch brisanten Peking-Frage.

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