https://www.faz.net/-gtl-8dlkl

Ski alpin : Als wäre sie nie weg gewesen

In Crans Montana fährt Mikaela Shiffrin allen davon Bild: AP

Mikaela Shiffrin gelingt bei ihrem ersten Weltcup-Slalom nach zweimonatiger Verletzungspause ein überragendes Comeback. Die Konkurrenz kann sich nur mit einer Einsicht trösten.

          1 Min.

          Die Amerikanerin Mikaela Shiffrin hat bei ihrem Comeback im alpinen Ski-Weltcup sofort wieder die Spitzenposition eingenommen. Gut zwei Monate, nachdem sie sich bei einem Skiunfall im schwedischen Are einen Innenbandriss und eine Knochenprellung im rechten Knie zugezogen hatte, gewann die 20-Jährige den Slalom in Crans Montana. Mit Startnummer 6 hatte das junge Jahrhunderttalent aus Vail/Colorado schon im ersten Durchgang die Bestzeit hingelegt, als wäre sie nie weggewesen.

          Und auch im zweiten Lauf, den sie auf komplizierter Neuschneepiste dem spannungsfördernden Reglement gemäß erst als 30. Läuferin in Angriff nehmen durfte, war von Nervosität nicht viel bei ihr zu spüren. Während die unmittelbar vor ihr gestarteten, im Weltcup dank Shiffrins Fehlzeiten führenden Frida Hansdotter (Schweden) und Veronika Velez Zuzulova (Slowakei) von den Rängen 2 und 3 noch auf 6 und 10 zurück fielen, fuhr Shiffrin offenbar unbeeindruckt von Buckeln oder schlechter Bodensicht ihrem 18. Weltcup-Sieg entgegen, dem sechsten in Serie, wenn sie am Start war. „Es war schwierig, nicht der schönste Lauf“, sagte die Olympiasiegerin und Doppel-Weltmeisterin lachend im Zielraum, „aber ich habe alles versucht.“

          Dass selbst für eine wie sie noch Verbesserungsbedarf besteht, konnte die Konkurrenz wenigstens an den Zeitabständen ablesen. Der zweitplatzierten Französin Nastasia Noens fehlten im Wallis nur 0,45 Sekunden zum Sieg. Dagegen hatte Shiffrin bei ihren Slalom-Demonstrationen zu Saisonbeginn in Aspen noch rund drei Sekunden zwischen sich und den Rest gelegt.

          Weitere Themen

          Federer wirft Djokovic raus

          ATP-Finals in London : Federer wirft Djokovic raus

          Erstmals seit 2015 gelingt Roger Federer gegen den Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic ein Sieg. Vor ausverkauftem Haus liefern sich die Tennis-Schwergewichte ein packendes Duell bis zum letzten Ballwechsel.

          Pechsteins Konter

          Eisschnelllauf-Streit : Pechsteins Konter

          Nächste Runde im Kleinkrieg auf der Eisbahn. Nun wirft Claudia Pechstein dem DESG-Sportdirektor Matthias Kulik „vorsätzliche Schädigung“ ihres „sportlichen Weges und Umfeldes“ vor.

          Topmeldungen

          Notstand ausgerufen : In Venedig wächst die Wut

          Mehr als 80 Prozent der Stadt stehen zwischenzeitlich unter Wasser, die Bewohner sind entsetzt – und sauer auf die Politik: Diese gibt zwar jetzt Millionen Soforthilfe, habe beim Hochwasserschutz aber komplett versagt und stattdessen rücksichtslos den Tourismus gefördert.

          Altmunition im Meer : Sprengstoff im Fisch

          1,6 Millionen Tonnen Munitions- und Sprengstoffreste werden in der deutschen Nord- und Ostsee vermutet. Sie lösen sich langsam auf – und belasten schon jetzt stellenweise Tiere und Pflanzen.
          Der Stoff, aus dem sich viel mehr als eine leckere Suppe kochen lässt: Hokkaido-Kürbis

          Leckeres aus Kürbis kochen : Hitze tut ihm richtig gut

          Die Kürbissaison ist auf ihrem Höhepunkt angelangt. Aber was anstellen mit den Riesenbeeren? Köche sagen: in den Ofen schieben. Wir stellen ein Rezept von Johann Lafer vor und eines, das auf Paul Bocuse zurückgeht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.