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Ski nordisch : Angerer steigert die Vorfreude auf Turin

  • Aktualisiert am

Tobias Angerer feiert Sieg Nummer fünf Bild: dpa/dpaweb

Mit seinem fünften Saisonsieg hat Skilangläufer Tobias Angerer seine Favoritenstellung vor den Olympischen Spielen weiter untermauert. Claudia Künzel kam beim Weltcup in Oberhof auf den zweiten Platz.

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          Mit einem Purzelbaum im Ziel hat Skilangläufer Tobias Angerer seinen fünften Saisonsieg im Olympia-Winter gefeiert. Der überlegene Weltcup-Spitzenreiter aus Vachendorf gewann das 30-Kilometer-Heimrennen in Oberstdorf im Zielsprint vor Anders Södergren (Schweden) sowie Rene Sommerfeldt.

          Zuvor war Claudia Künzel (Oberwiesenthal) in der 15-Kilometer-Jagd der Damen hinter Olympiasiegerin Beckie Scott (Kanada) auf Platz zwei gelandet. Evi Sachenbacher-Stehle (Reit im Winkl) wurde Fünfte.

          Souveräne Weltcupführung

          „Es hat wieder alles super geklappt. Die Mannschaft hat perfekt für mich gearbeitet. Ich bin überglücklich, es paßt derzeit einfach alles“, erklärte Angerer nach dem spannenden Rennen. Bis fünf Kilometer vor dem Ziel sorgte der in Thüringen bei Cuno Schreyl trainierende Bayer gemeinsam mit Sommerfeldt und dem am Ende sechstplazierten Jens Filbrich (Frankenhain) für ein hohes Tempo und übernahm danach allein die Initiative.

          Claudia Künzel wurde Zweite
          Claudia Künzel wurde Zweite : Bild: dpa/dpaweb

          Nur noch Södergren hielt Anschluß, aber Angerer wehrte den Angriff des Skandinaviers am letzten Anstieg zum Burgstall souverän ab und verwies seinen Kontrahenten im Zielspurt sicher auf Platz zwei. „Das Wichtigste ist, daß ich gesund und ausgeglichen bin. Ich freue mich riesig auf die Olympia-Rennen in Turin“, meinte Angerer, der im Gesamtweltcup nun mit 685 Punkten souverän in Führung liegt.

          Platz zwei für Claudia Künzel

          „Lange hat es gedauert, aber zum Glück hat es gerade noch rechtzeitig geklappt. Traumhaft“, schilderte Sommerfeldt die Erleichterung nach seinem ersten Podestplatz der Saison. „Die Formkurve zeigt konsequent nach oben. So könnte es weitergehen.“ Im Vergleich mit Angerer, Sommerfeldt und Filbrich fiel Weltcup-Vorjahressieger Axel Teichmann (Lobenstein) erneut deutlich ab und kam über Rang 22 nicht hinaus.

          „Ich wollte unbedingt unter die Top Ten laufen und bin richtig froh, daß es geklappt hat. Natürlich war auch ein wenig Glück dabei, denn am Ende war ich total platt“, meinte Claudia Künzel nach ihrem fünften Podestplatz im Olympia-Winter. Sie profitierte von einem Sturz der Tschechin Katerina Neumannova, die auf einer Abfahrt kurz vor dem Ziel auch noch die ebenfalls in der bis dahin vierköpfigen Spitzengruppe laufende Ukrainerin Walentina Schewtschenko mit in den Schnee riß.

          Evi Sachenbacher-Stehle, die trotz schmerzenden Rückens hinter dem gestürzten Duo ins Ziel kam, war mit ihrem fünften Platz ebenfalls zufrieden: „Damit hätte ich nicht gerechnet. Endlich habe ich nachgewiesen, daß ich auch in Oberstdorf schnell laufen kann.“

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