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Ski-alpin-Weltcup : „Ich war froh, daß ich heil im Ziel war“

  • Aktualisiert am

Sieger im Rennen der schweren Stürze: Daron Rahlves Bild: dpa/dpaweb

Aus dem alpinen Ski-Klassiker in Bormio wurde ein fragwürdiges Spektakel mit einigen schwer verletzten Fahrern. Denn zahlreiche Stürze überschatteten den Sieg des Amerikaners Daron Rahlves bei der schwersten Abfahrt des Winters.

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          Aus dem alpinen Ski-Klassiker in Bormio wurde ein fragwürdiges Spektakel mit einigen Opfern: Schwere Stürze mit Verletzten überschatteten am Donnerstag den Sieg des Amerikaners Daron Rahlves bei der wohl schwersten Weltcup-Abfahrt des Olympia-Winters. Selbst der Vize-Weltmeister konnte bei seiner Erfolgsfahrt in 1:57,68 Minuten auf der extrem schwierigen „Stelvio“-Piste einen Sturz nur knapp vermeiden.

          Vorjahressieger Hans Grugger (Österreich) hingegen mußte mit Verdacht auf Bruch des Oberschenkels und mit blutüberströmtem Gesicht ebenso ins Krankenhaus wie der italienische Vorläufer Alexander Ortler, der sich ersten Diagnosen zufolge mehrere Rippen und die Schulter gebrochen hat. Der drittplazierte Schweizer Tobias Grünenfelder stürzte wenige Meter vor der Ziellinie und blieb deswegen hinter Olympiasieger Fritz Strobl (Österreich), der so 0,03 Sekunden vor Grünenfelder lag (siehe auch: Ergebnisse Wintersport).

          Spektakel an der Grenze des Zulässigen

          Der Schweizer, der ohne den Sturz das Rennen wohl gewonnen hätte, war zunächst davon ausgegangen, unverletzt zu sein. Doch nach dem ersten Schock kamen die Schmerzen und Grünenfelder begab sich mit Verdacht auf Bänderriß ebenfalls ins Krankenhaus. „Ich war froh, daß ich heil im Ziel war“, bekannte Kombinations-Weltmeister Benjamin Raich (Österreich).

          Der Kanadier Brad Spence hatte sich bereits im Abschlußtraining einen doppelten Beinbruch zugezogen. Während die deutschen Abfahrer mangels Konkurrenzfähigkeit sich der Gefahr erst gar nicht erst aussetzten, kommentierten die Spezialisten kühl das fragwürdige Spektakel an der Grenze des Zulässigen.

          „Ich lebe für solche Momente“

          „Das war eine richtige Abfahrt. Eine Abfahrt sollte immer eine Abfahrt bleiben“, meinte der Liechtensteiner Marco Büchel und sein österreichischer Kollege Fritz Strobl erklärte: „Es war ein Nervenkitzel von Anfang an. Für mich ist wichtig, daß ich gesund herunten bin.“ Sieger Daron Rahlves sagte: „Ich hatte die Mission, hier zu gewinnen. Ich lebe für solche Momente.“ Der Amerikaner will nach diesem Winter seine Karriere beenden, vorher aber seinen persönlichen „Grand Slam“ gewinnen.

          „Nach Beaver Creek und Bormio fehlen mir noch Kitzbühel und die Olympia-Abfahrt in Sestriere“, sagte Rahlves, der mit seinem elften Weltcupsieg auch die Führung in der Gesamtwertung übernahm. Titelverteidiger Bode Miller (Vereinigte Staaten), der im Training ebenfalls schwer gestürzt war, belegte Rang neun und bekannte: „Ich bin sehr müde. Das alles hier hat sehr viel Kraft gekostet.“

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