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Ski Alpin : Wegen Miller muß Svindal ohne Champagner feiern

  • Aktualisiert am

Abgehobener Skistar: Bode Miller Bild: AP

Der Norweger Aksel Lund Svindal hat die erste von fünf Super-Kombinationen in der alpinen Weltcup-Saison gewonnen. Der nach der Abfahrt noch führende Amerikaner Bode Miller schied aus.

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          Der Norweger Aksel Lund Svindal hat die erste von fünf Super-Kombinationen in der alpinen Weltcup-Saison im amerikanischen Beaver Creek gewonnen. Der nach der Abfahrt noch führende Amerikaner Bode Miller schied im Slalom aus. Mit der Bestzeit in der Abfahrt hatte der 29jährige zuvor erstmals in dieser Alpin-Saison eine Spitzenleistung abgeliefert.

          „Das war eine großartige Abfahrt“, lobte der Amerikaner sich selbst, ehe er durch sein Aus im entscheidenden Lauf dem Norweger Aksel Lund Svindal den Sieg vor Marc Berthod (Schweiz) und Rainer Schönfelder (Österreich) bescherte. Stephan Keppler aus Ebingen konnte als guter 14. nach der Abfahrt den Slalom aufnehmen, in dem er wegen eines Fahrfehlers ausschied.

          Bode-Show im Radio

          Mit hohen Zielen war Miller am 12. November im finnischen Levi in den Winter gestartet. „Wenn alles paßt, kann ich in dieser Saison mehr Weltcup-Rennen gewinnen als jemals jemand zuvor“, hatte der exzentrische Amerikaner die Jagd nach dem Rekord des Österreichers Hermann Maier und des Schweden Ingemar Stenmark angekündigt. Die beiden konnten jeweils 13 Saisonsiege einfahren. Der Erfolg blieb bislang aus. In Levi verpaßte er als 39. den zweiten Slalom-Lauf, im kanadischen Lake Louise mußte er sich mit den Plätzen 14 (Super G) und 29 (Abfahrt) zufrieden geben.

          Gut in der Spur: Aksel Lund Svindal

          Nach seinen Party-Eskapaden zeigte sich Miller in der Vorbereitung auf diese Saison wieder mit mehr Disziplin. Er integrierte sich zur Freude des amerikanischen Cheftrainers Phil McNichol ins Teamtraining, entschuldigte sich in seiner wöchentlichen „Bode Show“ im Satelliten-Radio für Fehler in der Vergangenheit und fand am Donnerstag zumindest in der Speed-Disziplin in die Erfolgsspur zurück. Das Manko des Weltcup-Gesamtsiegers bleibt aber der Slalom. Im vergangenen Winter hatte er schon nur zwei von acht Läufen ins Ziel gebracht.

          Siege ohne Alkohol

          Feiern mußte Svindal bei der Siegerehrung ohne den obligatorischen Champagner. Der Veranstalter in Colorado hatte den edlen Tropfen angeblich schlicht vergessen, doch ob es bei einem Sieg Millers künftig Alkohol zu trinken gibt, ist ungewiß.

          Die amerikanischen Skirennfahrer mußten vor der Saison eine Vereinbarung unterzeichnen, daß sie bei offiziellen Anlässen keinen Alkohol mehr trinken, also auch bei Siegerehrungen. „Wir werden darüber reden, wenn sie gewonnen haben“, sagte Verbandschef Bill Marolt.

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