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Ski alpin : „Wahnsinn! Jetzt bin ich bei Olympia“

  • Aktualisiert am

Einziger Lapsus in Maribor: Annemarie Gerg Bild: REUTERS

Während sich Anja Blieninger aus dem Nichts das Olympia-Ticket sicherte, müssen die Slalom-Asse Alois Vogl und Felix Neureuther weiter auf die Qualifikation warten. Die Leistungen in Adelboden stimmten beide allerdings optimistisch.

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          Aus dem Nichts sicherte sich Anja Blieninger das Olympia-Ticket, die Slalom-Asse Alois Vogl und Felix Neureuther müssen dagegen weiter auf die Turin-Qualifikation warten. Trotz des Ausfalls der im ersten Durchgang auf Platz drei gefahrenen Annemarie Gerg zeigten die deutschen Ski-Damen beim dritten Saison-Sieg der Österreicherin Marlies Schild im slowenischen Maribor eine mannschaftlich starke Leistung.

          Martina Ertl-Renz wurde Sechste. Anja Blieninger schaffte mit Rang zwölf ihr bestes Karriere-Resultat und mit der zweiten Top-15-Platzierung als fünfte deutsche Skirennfahrerin den Sprung nach Turin. „Wahnsinn! Letztes Jahr war ich nicht mal in der Mannschaft, und jetzt bin ich bei Olympia.“ Noch einmal unter die ersten 15 fahren müssen auch Vogl und Neureuther.

          „Das sollte im Normalfall kein Problem sein“

          Eine Woche vor dem Klassiker in Wengen, den Vogl vor einem Jahr überraschend gewinnen konnte, fehlten dem 32-Jährigen aus Lohberg am Sonntag als Neunter in Adelboden neun Hundertstel-Sekunden auf Platz acht zur direkten Qualifikation. Beim vierten Sieg durch den dominierenden Italiener Giorgio Rocca im vierten Saison-Slalom fuhr der noch immer von seiner Handverletzung geplagte Neureuther nach einem groben Schnitzer im zweiten Lauf auf Rang 19.

          „Das Ticket wird kommen, ich mache mir keine Gedanken“, sagte er. Neureuther hat sich bei den Übersee-Rennen das halbe Olympia-Ticket gesichert. Auch Vogl ist in Sachen Qualifikation optimistisch: „Das sollte im Normalfall kein Problem sein.“ Große Sorgen muß sich dagegen Andreas Ertl machen, der sich am Samstag beim Sieg des Österreichers Benjamin Raich im Riesenslalom noch nicht einmal für den zweiten Lauf qualifizieren konnte.

          Erste Absage wegen Witterungsbedingungen

          Seine Schwester Martina Ertl-Renz dagegen freute sich am Sonntag als Sechste über ihr bestes Slalom-Resultat im Olympia-Winter. Annemarie Gerg hingegen trauerte dem möglichen ersten Podestplatz nach. „Wenn man schon ein Super-Resultat vor Augen hatte, ist man natürlich erst einmal down. Aber ich werde weiterkämpfen“, sagte sie.

          „Es ist schade, daß sie es wieder nicht geschafft hat, ein gutes Resultat auch ins Ziel zu bringen“, sagte Cheftrainer Wolfgang Maier. Monika Bergmann-Schmuderer kam als 17. mit ihrem kraftvollem Fahrstil auf der weichen Unterlage nicht zurecht. „Ich wollte nicht zu hart fahren, bekam aber eins über gebraten“, sagte sie. Erstmals im Olympia-Winter war am Samstag in Maribor ein Rennen wegen der Witterungsbedingungen ausgefallen.

          „Stockerl-Methusalem“

          Beim Riesenslalom in Adelboden schrieb der hinter Raich - der Österreicher führt bei den Herren im Gesamtweltcup ebenso klar wie bei den Damen Janica Kostelic - zweitplazierte Fredrik Nyberg als ältester Podestfahrer im alpinen Ski-Weltcup Sportgeschichte. Mit 36 Jahren und 290 Tagen löste der Schwede den Italiener Kristian Ghedina als „Stockerl-Methusalem“ ab.

          Olympiasieger Stephan Eberharter, der am 6. März 2004, 18 Tage vor seinem 35. Geburtstag eine Abfahrt in Norwegen gewinnen konnte, bleibt allerdings der älteste Weltcupsieger. Der abgesagte Damen- Riesenslalom soll wohl am 3. Februar in Ofterschwang nachgeholt werden. Im Allgäu finden bereits am 4./5. Februar ein Slalom und Riesenslalom statt. „Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, das Rennen in Deutschland zu haben“, sagte Maier.

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