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Ski alpin : Svindals perfekte Rehabilitation in Beaver Creek

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Aksel Lund Svindal: diesmal die „Raubvögel” bezwungen Bild: dpa

Ein Jahr nach seinem fürchterlichen Sturz ist dem Ski-Rennläufer Aksel Lund Svindal eine bemerkenswerte Rückkehr gelungen. Der Doppel-Weltmeister von 2007 gewann die Weltcup-Abfahrt genau dort, wo er vor einem Jahr schwere Verletzungen erlitten hatte.

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          Ein Jahr nach seinem fürchterlichen Sturz ist dem norwegischen Ski-Rennläufer Aksel Lund Svindal eine bemerkenswerte Rückkehr gelungen. Der Doppel-Weltmeister von 2007 gewann die Weltcup-Abfahrt in Beaver Creek im amerikanischen Bundesstaat Colorado, wo er 372 Tage zuvor schwere Verletzungen erlitten hatte.

          Auf der anspruchsvollen „Raubvögel“-Piste erkämpfte der 25 Jahre alte Norweger, unbeeindruckt von der Vergangenheit, in 1:43,85 Minuten vor Marco Büchel aus Liechtenstein (0,06 Sekunden zurück) und Erik Guay aus Kanada (0,35) seinen zehnten Sieg im Weltcup.

          „Das ist sicher mein schönster Weltcup-Sieg“

          „Das ist perfekt. Es hat mich aber auch viel Energie gekostet, mich hier auf das Rennen zu konzentrieren“, sagte Svindal der bei seinem schweren Unfall auf der „Raubvogelpiste“ am 27. November 2007 mehrere Knochenbrüche im Gesicht und eine zentimetertiefe Schnittwunde im Unterleib erlitten hatte. (Siehe: Weltcupsieger Svindal erleidet schwere Verletzungen).

          Auf den dritten Platz geflogen: Maria Riesch

          Nach wochenlangem Krankenhaus-Aufenthalt hatte sich der Doppel-Weltmeister von Are 2007 über Monate zurückgekämpft und war beim Saison-Auftakt Ende Oktober in Sölden in den Weltcup zurückgekehrt. „Ich glaube, es wird noch eine Weile dauern, bis ich das alles realisiere. Das ist aber sicher mein schönster Weltcup-Sieg, weil es der erste nach meinem Comeback ist“, sagte Svindal.

          Miller gestürzt, Maier langsam unterwegs

          Svindal profitierte diesmal ein wenig vom Ausfall von Bode Miller. Der Gesamtweltcupsieger aus den Vereinigten Staaten hatte den einzigen Trainingslauf mit überlegener Bestzeit absolviert, stürzte dann aber im Rennen. Er blieb allerdings unverletzt. Nicht unter die ersten Zehn kam Hermann Maier, der am Sonntag im Super-G überraschend seinen 54. Weltcupsieg gefeiert hatte. (Siehe: Hermann Maier: Überbrückungskabel nach Stromausfall gefunden).

          Bester deutscher Fahrer war Stephan Keppler (Ebingen) als 43. Ebenso wie Keppler kamen Andreas Strodl (45.) und Peter Strodl (52.) nicht in die Punkte, Tobias Stechert schied aus.

          Riesch Dritte, Stechert Vierte

          Maria Riesch ist dagegen zum zweiten Mal in diesem Weltcup-Winter auf das Siegertreppchen gefahren. Bei der ersten Abfahrt im kanadischen Lake Louise belegte die Partenkirchenerin den dritten Rang. Zur Siegerzeit von Lindsey Vonn aus den Vereinigten Staaten von 1:26,10 Minuten fehlten ihr bei schlechten äußeren Bedingungen 0,69 Sekunden. Rang zwei belegte Nadia Fanchini aus Italien (0,61 Sekunden zurück).

          Für eine große Überraschung sorgte bei leichtem Schneefall und Wind auf der Strecke Olympic Downhill die zweite deutsche Starterin. Gina Stechert aus Oberstdorf wurde Vierte (0,90 Sekunden zurück) und erreichte damit das bislang beste Resultat ihrer Karriere. Für Gesamtweltcupsiegerin Vonn war es bereits der zweite Sieg in diesem WM-Winter und der 15. insgesamt im Weltcup. Zuvor hatte sie den Slalom im finnischen Levi gewonnen, bei dem Maria Riesch ebenfalls Rang drei belegte. Im Gesamtweltcup übernahm die Amerikanerin damit die Führung.

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