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Ski alpin : Stephan Keppler bei Miller-Sieg auf Platz acht

  • Aktualisiert am

Gute Plazierung für Stephan Keppler Bild: AP

Stephan Keppler freute sich als Achter über das beste deutsche Super-G-Ergebnis seit fast sechs Jahren, der Amerikaner Bode Miller düpierte mit einer Traumfahrt beim Weltcup in Gröden die Konkurrenz.

          2 Min.

          Stephan Keppler stieß die Arme in den blauen Himmel über Südtirol: Der Sieg gehörte zwar Bode Miller, doch Keppler egalisierte mit Rang acht beim Super-G in Gröden auf einer der schwierigsten Pisten im alpinen Ski-Zirkus sein bestes Karriere-Ergebnis - und überstrahlte damit sogar den starken sechsten Rang von Fanny Chmelar bei der ersten Super-Kombination des WM-Winters in Schladming.

          „Damit hätte ich überhaupt nicht gerechnet“, sagte Keppler über das beste Super-G-Resultat seiner Laufbahn. In Lake Louise hatte er vor drei Wochen als 27. einen Tag nach Platz acht in der Abfahrt zum ersten Mal Punkte in der zweitschnellsten Disziplin geholt. Das Ziel für sein Debüt auf der Saslong war ein Platz in den Top 30. „Daß ich schon wieder in die Top 10 gefahren bin, ist wahnsinnig“, sagte der 23jährige, der auch von der Disqualifikation des fünftplazierten Hermann Maier profitierte.

          „Alles geht automatisch“

          Keppler zauberte mit der ungünstigen Startnummer 34 bei seinem erst achten Weltcup-Super-G einen wilden, unnachahmlichen Ritt auf die anspruchsvolle Piste, auf der Max Rauffer (Leitzachtal) 2004 in der Abfahrt sensationell seinen einzigen Weltcup-Sieg feierte. „Auf einmal geht alles automatisch“, sagte Keppler ungläubig über seine gute Form. Johannes Stehle (Obermaiselstein) wurde 47., Mathias Wölfl aus München schied bei seinem Weltcup-Debüt aus.

          Miller läßt seinen Sprüchen Taten folgen

          An die Ideallinie von Bode Miller kam Keppler nicht heran. Bei seinem 23. Weltcup-Triumph gelang dem Amerikaner eine Traumfahrt über die Ciaslat-Wiese und die berüchtigten, im Vergleich zu früheren Jahren aber etwas geglätteten Kamelbuckel. In 1:32,35 Minuten verwies Miller Christoph Gruber aus Österreich um 0,64 Sekunden auf Rang zwei. Dritter wurde der Sieger des ersten Super-G von Lake Louise, John Kucera, aus Kanada. Im Gesamt-Weltcup bleibt Aksel Lund Svindal vorne. Der Norweger wurde Sechster.

          Fanny Chmelar auf Platz sechs

          Im neunten Wettbewerb der Saison war Miller der Erste, der schon seinen zweiten Erfolg feiern durfte. Zuvor hatte es in acht Rennen acht verschiedene Sieger aus acht Nationen gegeben. „Ich habe versucht, an den schwierigen Stellen direkt zu fahren. Das ist mir gelungen“, sagte er. In der Abfahrt an gleicher Stelle am Samstag sieht sich Miller nicht in der Favoritenrolle: „Das sind hier zwei Paar Schuhe.“

          Groß war die Freude bei Fanny Chmelar über ihr bestes Weltcup-Resultat. „Das war eine gute Leistung“, sagte sie über den sechsten Rang, mit dem sie sich für die WM im schwedischen Are im Februar qualifizierte: „Ich bin sehr zufrieden.“ Beim Heimsieg der Österreicherin Marlies Schild auf der Reiteralm vor ihren Teamkameradinnen Michaela Kirchgasser und Kathrin Zettel fuhr Maria Riesch (Partenkirchen) auf Rang 19, Kathrin Hölzl (Bischofswiesen) komplettierte das gute deutsche Abschneiden als 29..

          Marlies Schild führt Gesamtwertung an

          Schild „erbte“ indes die Krone der pausierenden Skikönigin Janica Kostelic, die die vergangenen acht Kombinationen bei Olympia, Weltmeisterschaften und im Weltcup gewonnen hatte. In der Gesamtwertung liegt Schild noch vier Punkte hinter ihrer Teamkollegin Nicole Hosp auf Platz zwei. Am Samstag will sie im Super-G wieder nach den Sternen greifen. Ob Maria Riesch startet, ist fraglich. Ihr Großvater wird am Samstag beerdigt.

          Ihr durchwachsenes Ergebnis hatte aber nichts mit ihrer Seelenlage zu tun, meinte Riesch: „Im Super-G war die Sicht schlecht. Und nach meiner Verletzung tue ich mich bei solchen Bedingungen noch etwas schwer, mich zu überwinden, weil ich noch zu wenig Rennpraxis habe.“

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