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Ski alpin : Pinturault im eigenen Rennen

Spitzenfahrt: Alexis Pinturault Bild: EPA

Im Riesenslalom von Adelboden distanziert Alexis Pinturault alle Konkurrenten zu Statisten. Alexander Schmid ist von seiner Vorstellung enttäuscht, weiß aber Abhilfe für das nächste Rennen.

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          Der deutsche Skirennläufer Alexander Schmid musste beim Weltcup-Riesenslalom im Schweizer Skiort Adelboden nach zuletzt guten Resultaten einen empfindlichen Dämpfer einstecken. Der Allgäuer kam beim überlegenen Sieg des Franzosen Alexis Pinturault mit satten 4,08 Sekunden Rückstand nur auf Rang 21 ins Ziel. Es war nach den Plätzen 15, elf, neun und sieben in den bisherigen vier Riesenslalom-Weltcups der Saison sein mit Abstand schlechtestes Resultat und ein Rückschlag beim Versuch, sich der Weltelite zu nähern.

          Er werde mit dem schwierigen, seitlich kippenden, und sehr langen Hang „nicht so ganz warm“, klagte der 26-Jährige später im ZDF etwas ratlos über seinen Auftritt bei dem als am schwierigsten eingeschätzten Riesenslalom im Rahmen des Weltcups. Zu Schmids Ehrenrettung muss man sagen, dass selbst der Viertplatzierte Alexander Aamodt Kilde aus Norwegen, immerhin Sieger im Gesamtweltcup der Vorsaison, an diesem Freitag bereits 2,21 Sekunden Abstand zu dem nahezu perfekt fahrenden Tagessieger Pinturault aufwies.

          Pinturault fuhr auf dem legendären Chuenisbärgli mit zwei technisch sauberen Fahrten in einer Gesamtzeit von 2:18,26 Minuten der gesamten Weltelite weit davon. Und er schaffte sogar das Kunststück, trotz seines großen Vorsprungs auch im zweiten Durchgang, den er als 30. Starter in Angriff nahm, noch einmal Laufbestzeit zu erzielen. Selbst den Zweitplazierten Filip Zubcic (Kroatien) distanzierte der 29-Jährige Franzose um mehr als eine Sekunde (+1,04). Der Schweizer Lokalheld Marco Odermatt komplettierte das Siegerpodest (+1,11) als Dritter.

          Ein Schreckmoment erlebte der Norweger Lucas Braathen, der nach couragierter Fahrt den siebten Platz belegte, aber bei der Zieleinfahrt schwer stürzte, dabei das Knie verdrehte und hart mit Kopf und Rücken im Zielraum aufschlug. Der 20-Jährige musste nach kurzer Behandlung auf einer Trage aus dem Innenraum abtransportiert werden. Eine Diagnose stand zunächst aus.

          Der nominell beste deutsche Riesenslalomfahrer, Stefan Luitz, fehlte im Berner Oberland wegen einer Oberschenkelverletzung. Er wird voraussichtlich vier Wochen pausieren müssen. Julian Rauchfuß schied schon im ersten Durchgang aus.

          Vor dem zweiten Riesenslalom an gleicher Stelle am Samstag (10.30/13.30 Uhr bei Eurosport) führt Odermatt im Disziplin-Weltcup mit 350 Punkten noch knapp vor Pinturault (340). Der Franzose baute jedoch seine Führung im Gesamt-Weltcup vor Kilde auf 575 gegenüber 515 Punkte aus und scheint dem erstmaligen Sieg der großen Kristallkugel in diesem Winter mit aller Macht entgegenzustreben. Schmid gab unterdessen als Devise für seinen zweiten Versuch in Adelboden aus: „Besser schlafen“ das aber freilich nicht im Rennen, sondern in der Nacht davor.

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