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Ski alpin : Neureuther im Pech: Schulter ausgekugelt, Saison beendet

  • Aktualisiert am

Felix Neureuther bei seinem Erfolg in Garmisch-Partenkirchen Bild: ddp

Felix Neureuther hat sich bei einem Sturz beim Weltcup-Slalom in Kranjska Gora die Schulter ausgekugelt. Nach einer Operation muss er sechs Wochen pausieren. Maria Riesch erreichte dagegen ihr zweitbestes Saisonergebnis.

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          Skirennfahrer Felix Neureuther muss nach seinem Sturz beim Weltcup-Slalom im slowenischen Kranjska Gora wegen einer Schulterluxation operiert werden und fällt für etwa sechs Wochen aus. „Bei der Operation werden die gerissenen Bänder im Schultergelenk rekonstruiert“, sagte Mannschaftsarzt Ernst-Otto Münch am Sonntag nach einer in Murnau durchgeführten Computertomographie.

          Der Eingriff wird an diesem Montag in München vorgenommen. „Das ist eine blöde Verletzung. Gerade jetzt, wo ich gut in Form bin“, sagte Neureuther, der erst vor einer Woche als Slalom-Zweiter sein bestes Weltcup-Resultat erreicht hatte.

          Ausfall mit schwerwiegenden Folgen

          Schon beim Riesenslalom am Samstag hatte Neureuther mit einem Sturz die Chance verpasst, unter die ersten 25 der Weltcup-Wertung zu fahren und sich in dieser Disziplin das Startrecht für das Finale in Lenzerheide Mitte März zu sichern. Am Sonntag folgte nahezu an der gleichen Stelle der zweite Ausfall - mit schwerwiegenden Folgen. „Es schaut nicht gut aus. Ich glaube nicht, dass er fahren kann“, hatte Männer-Cheftrainer Werner Margreiter schon an der Strecke gesagt.

          Platz acht, dafür gibt es von Maria Riesch ein Küsschen

          Ebenfalls nicht in Lenzerheide vertreten sein wird Alois Vogl. Geschwächt durch einen Magen-Darm-Virus erreichte der Routinier nur Rang 33 im ersten Slalom-Durchgang, verpasste damit den zweiten Lauf sowie die Chance auf eine Teilnahme am Weltcupfinale.

          Maria Riesch: „Das tut so gut“

          Benjamin Raich dagegen verließ Kranjska Gora als der große Gewinner. Mit seinem Sieg im Riesenslalom vor Francois Bourque aus Kanada und Massimiliano Blardone (Italien) übernahm er die Führung im Disziplin-Weltcup. Rang zwei im Slalom hinter Weltmeister Mario Matt (Österreich) und vor Manfred Mölgg aus Italien reichte ihm, um Aksel Lund Svindal (Norwegen) im Gesamtweltcup zu überholen: Mit 77 Punkten Vorsprung und einer gehörigen Portion Selbstvertrauen geht der Titelverteidiger in die letzten sieben Wettbewerbe.

          Richtig gut drauf war dagegen Maria Riesch nach dem Super-G in Italien. Noch am Samstag hatte sie mit den Bedingungen auf der schweren Pista di Prampero gehadert und war bei der Abfahrt, die vom schweren, aber letztlich glimpflich verlaufenen Sturz der Schweizerin Tamara Wolf überschattet wurde, nur 19.. „Das tut so gut“, sagte die 22-Jährige jedoch nach ihrem achten Rang am Sonntag strahlend.

          Götschl und Mancuso gleichauf

          Für Riesch war es das beste Super-G-Resultat in diesem Winter und das beste seit Platz drei in St. Moritz im Dezember 2004. „In einem Comeback-Jahr wie diesem ist Platz acht richtig okay“, sagte sie. Gina Stechert (Oberstdorf) als 21. und Petra Haltmayr (Rettenberg) als 28. komplettierten ein gutes deutsches Ergebnis.

          Die Podiumsplätze lagen aber bei beiden Rennen in weiter Ferne. Bei der Abfahrt hatten Riesch und Gina Stechert als 22. fast zwei Sekunden Rückstand auf Siegerin Julia Mancuso. Die Amerikanerin setzte sich bei ihrem vierten Saisonsieg vor der Österreicherin Renate Götschl und Emily Brydon (Kanada) durch. Götschl holte sich mit Platz zwei zum fünften Mal die kleine Kristall-Kugel für die beste Abfahrerin der Saison.

          Am Sonntag drehte Götschl den Spieß um - sie fuhr beim Super-G zu ihrem siebten Sieg in diesem Winter vor ihrer Teamkollegin Nicole Hosp und Mancuso. Als Siegerin der Disziplin-Wertung stand Götschl schon vor dem Rennen fest. Mit ihrem 45. Weltcup-Erfolg übernahm sie auch die Führung im Gesamt-Weltcup - gemeinsam mit Mancuso. Mit 1199 Punkten liegt das Duo vorne, Hosp hat als Dritte 16 Zähler weniger.

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