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Ski Alpin : Maria Riesch zurück in der Weltspitze

  • Aktualisiert am

Gute Hanglage: Maria Riesch Bild: REUTERS

Maria Riesch gehört auch im Slalom wieder zu den besten Ski-Rennläuferinnen der Welt. Die Partenkirchenerin fuhr beim Weltcup-Torlauf im österreichischen Lienz auf Platz vier. In Bormio gewann der Amerikaner Bode Miller den Abfahrtslauf der Herren.

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          Maria Riesch gehört auch im Slalom wieder zu den besten Ski-Rennläuferinnen der Welt. Die Partenkirchenerin fuhr beim Weltcup-Torlauf im österreichischen Lienz auf Platz vier und feierte damit ihr bestes Ergebnis in dieser Disziplin seit fast vier Jahren, als sie am 13. März 2004 im italienischen Sestriere ebenfalls Vierte war.

          Der Sieg ging an Chiara Costazza, die Italien den ersten Erfolg im Slalom seit zehn Jahren bescherte. Zweite wurde die Österreicherin Nicole Hosp, die damit auch die Führung im Gesamt-Weltcup übernahm. Die Finnin Tanja Poutiainen war als Dritte 0,35 Sekunden schneller als Riesch.

          „Locker bleiben“ als Devise

          „Ich habe versucht locker zu bleiben. Die Rechnerei nach dem ersten Durchgang bringt eh nichts“, sagte Riesch, nachdem sie sich im entscheidenden Durchgang mit der zweitbesten Laufzeit um fünf Plätze verbessert hatte. Mit ihrer sechsten Top 5-Platzierung der Saison schob sich die 23-Jährige zum Jahresende zudem auf Position drei in der Weltcup-Gesamtwertung vor.

          Spritziger Amerikaner: Bode Miller ist wieder da

          Katharina Dürr aus Germering holte als 26. die ersten Weltcup-Punkte ihrer Karriere. Die Karlsruherin Nina Perner schied im zweiten Lauf am vorletzten Tor aus. Monika Bergmann (Lam) schied bei ihrem Comeback, zu dem sie ein erfrorener Zeh gezwungen hatte, nach gutem Start im ersten Lauf aus. Das gleiche ereilte Kathrin Hölzl (Bischofswiesen), Susanne Riesch (Partenkirchen) und Carolin Fernsebner (Ramsau).

          Bode Miller ist wieder das Maß bei den Männern

          Draufgänger Bode Miller hat mit ungewohnter taktischer Finesse die berüchtigte Stelvio-Abfahrt gemeistert und in Bormio seinen ersten Weltcup-Sieg des Winters gefeiert. „Das war heute ein Sieg der Ausgeglichenheit zwischen Taktieren und Riskieren“, sagte der sonst für seinen bisweilen halsbrecherischen Fahrstil bekannte amerikanische Skistar am Samstag.

          Zweiter wurde mit einem Rückstand von 0,45 Sekunden der Österreicher Andreas Buder vor dem Kanadier Jan Hudec. Der Ebinger Stephan Keppler holte als 28. bereits zum dritten Mal in diesem Winter Weltcup-Punkte. Johannes Stehle aus Obermaiselstein belegte den 38. Platz. Die Führung im Abfahrts-Weltcup verteidigte der Österreicher Michael Walchhofer, der nach einem groben Fahrfehler 19. wurde. Didier Cuche (Schweiz) verpasste als Vierter das Podest knapp, ist aber weiter Zweiter in der Disziplinenwertung.

          „Das ist wirklich ein Wunder“

          Miller war bei seinem ersten Sieg, seit er nach der Trennung vom amerikanischen Verband mit einem eigenen Team unterwegs ist, besonders stolz auf seine Renneinteilung auf dem mit 3,27 Kilometern zweitlängsten Abfahrtskurs im Weltcup-Kalender. „Das ist wirklich ein Wunder“, sagte der 30-Jährige nach seiner eindrucksvollen Fahrt. „Wenn du es hier bist unten schaffen willst, musst du es in manchen Kurven locker angehen. Wenn du zu viel riskierst, zahlt sich das nicht aus.“

          Miller blieb ohne gravierenden Fehler und fuhr in 2:00,57 Minuten zu seinem 26. Weltcup-Erfolg. „Ich habe die kleinen Fehler von gestern vermeiden können und habe einen guten Lauf erwischt“, sagte Miller, der im Abschlusstraining noch den siebten Platz belegt hatte, nach seiner eindrucksvollen Fahrt. (Siehe: Bode Miller: Der kontaktfreudige Einzelgänger).

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