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Ski alpin : Luitz zufrieden, Rebensburg nicht

  • Aktualisiert am

Endlich mal wieder in die Top-Ten gefahren: Stefan Luitz Bild: dpa

Viktoria Rebensburg und Stefan Luitz landen im Weltcup am Sonntag auf den Rängen acht und neun, doch die beiden Ski-Asse bewerten ihre Resultate völlig unterschiedlich.

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          Skirennfahrer Stefan Luitz hat sich in der Weltspitze zurückgemeldet und beim Heim-Riesenslalom in Garmisch-Partenkirchen sein bestes Saison-Resultat eingefahren. Der 27-Jährige fuhr am Sonntag in der Bewerberstadt für die alpine Ski-WM 2025 auf den neunten Rang und erreichte sein erstes Top-Ten-Ergebnis seit über einem Jahr.

          Alexander Schmid kam als zweitbester deutscher Fahrer auf Platz 13. Nicht zu schlagen auf der Kandahar-Strecke war Alexis Pinturault, der nach dem ersten Lauf noch Vierter war. Der Franzose setzte sich nach zwei Durchgängen in einer Gesamtzeit von 2:03,10 Minuten vor dem nach dem ersten Durchgang noch führenden Schweizer Loic Meillard (+0,16) und den Norweger Leif Kristian Nestvold-Haugen (+0,24 Sekunden) durch.

          Bei schwierigen Bedingungen mit Plusgraden und Regen zeigte Luitz, dem am Ende eine Sekunde gegenüber Pinturault fehlte, auf der Kandahar-Piste einen couragierten Auftritt. „Ich habe versucht, voll zu attackieren, das ist ganz gut aufgegangen“, sagte der 27-Jährige im ZDF. Sein Resultat wertete Luitz als „Schritt in die richtige Richtung.“ Zum Auftakt im vergangenen Oktober in Sölden war er 16. geworden, in den folgenden drei Riesenslaloms aber jeweils bereits im ersten Durchgang ausgeschieden. „Ich bin mehr als zufrieden“, sagte er nun.

          Viktoria Rebensburg schüttelte enttäuscht den Kopf. Die 30-Jährige aus Kreuth wusste nach ihrem Super-G ganz genau, dass sie gerade eine mögliche Podestplatzierung leichtfertig verschenkt hatte. „Es ist echt schade, weil es eine sehr gute Fahrt war. Der Fehler war ärgerlich. Es wäre mehr drin gewesen“, sagte Rebensburg im ZDF. Anstatt nach schwierigen Wochen und der Diskussionen mit Alpindirektor Wolfgang Maier im Weltcup ein deutliches Zeichen zu setzen, musste sich Rebensburg auf der Olympiapiste von 2014 in Rosa Chutor mit dem passablen, aber eben nicht überzeugenden achten Platz zufrieden geben.

          Nach Zwischenbestzeit verriss es ihr bei grenzwertigen Bedingungen im flachen Mittelabschnitt den Außenski. „Dadurch habe ich Speed verloren. Es war eine blöde Situation“, analysierte Rebensburg. Da nutzte es auch nichts, „dass ich davor schnell und auch danach auf Angriff gefahren bin und aufgeholt habe“. 0,87 Sekunden fehlten schließlich auf die Italienerin Federica Brignone, die in 1:25,33 Minuten vor ihrer Teamkollegin Sofia Goggia (+0,20) und der Schweizerin Joana Hählen (+0,34) gewann. Die Amerikanerin Mikaela Shiffrin hatte auf einen Start verzichtet. Kira Weidle aus Starnberg musste wegen einer Erkältung kurzfristig passen.

          Ski verrissen, Podestplatz verpasst: Viktoria Rebensburg
          Ski verrissen, Podestplatz verpasst: Viktoria Rebensburg : Bild: dpa

          Am kommenden Wochenende hat Rebensburg bei den Heimrennen in Garmisch-Partenkirchen die Chance, ihre Krise zu überwinden, womöglich schon ab Freitag, falls auf der Kandahar tatsächlich die ausgefallene Rosa-Chutor-Abfahrt stattfindet. Seit ihrem Sieg im Dezember beim Super-G in Lake Louise schaffte es Rebensburg nicht mehr auf das Podium. Zuletzt hatte deshalb auch Maier seine beste Läuferin kritisiert.

          Rebensburg trainiere zu wenig, um vor allem in ihrer einstigen Paradedisziplin Riesenslalom regelmäßig ganz vorne mitzufahren. „Mit dem derzeitigen Aufwand ist das Leistungsniveau auf dem Podium nicht mehr zu halten“,  hatte Maier dem SID gesagt. Das hatte Rebensburg verstimmt, die Kritik sei „sowohl inhaltlich als auch in der Art und Weise absolut unverständlich“.

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