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Ski alpin in Zauchensee : Höfl-Riesch zieht an Seizinger vorbei

  • Aktualisiert am

Mit Volldampf auf Platz drei: Maria Höfl-Riesch Bild: dpa

Maria Höfl-Riesch fährt durch Platz drei bei der Abfahrt in Zauchensee ins Geschichtsbuch. Mit dem 77. Podestplatz zieht sie an Katja Seizinger vorbei. Schmerzhaft endet das Rennen für Gina Stechert.

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          Nachdem Maria Höfl-Riesch schon mit den vor ihr platzierten Österreicherinnen für das erste Siegerfoto posiert hatte, musste die Doppel-Olympiasiegerin noch einmal mächtig zittern. Mit Startnummer 31 griff Nicole Hosp die Podestplätze mit Zwischenbestzeit an; am Ende gab es Rang fünf für Hosp - und das fünfte Podest im Olympia-Winter für Höfl-Riesch.

          „Ein super Tag für mich“, befand die deutsche Doppel-Olympiasiegerin und lobte vor allem Siegerin Elisabeth Görgl. „Die ist unberechenbar. Sie wird mal 30. und dann auf einmal gewinnt sie wieder aus dem Nichts. Die ist wirklich Wahnsinn.“

          In ihren vergangenen vier Weltcup-Rennen war Görgl, Doppel-Weltmeisterin von Garmisch 2011, dreimal leer ausgegangen. Diesmal setzte sich die 32-Jährige überraschend noch vor Anna Fenninger und Höfl-Riesch durch, die nur sieben Hundertstelsekunden trennten.

          „Um sieben Hundertstelsekunden einen Sieg zu verpassen ist ärgerlicher, als Dritte zu sein anstatt Zweite“, sagte Höfl-Riesch und gewann dem Abrutschen um einen Rang noch etwas Positives ab. Besonders ärgerlich war Görgls Fahrt für Tina Weirather. Die Liechtensteinerin fiel noch auf Rang vier zurück.

          Gina Stechert hingegen stürzte und verletzt sich am Knie
          Gina Stechert hingegen stürzte und verletzt sich am Knie : Bild: AFP

          Im Abfahrtsweltcup blieb die 29-jährige Höfl-Riesch vorne, in der Gesamtwertung zog Fenninger jedoch vorbei und hat jetzt sechs Punkte Vorsprung. Der Kampf um die Große Kristallkugel sei ihr ehrlich gesagt wurscht, meinte die österreichische Kombinations-Weltmeisterin von 2011.

          „Es wird nicht mehr lange dauern, bis die Maria da mal aufdreht und dann ist es vorbei mit der Chance.“ Zwar räumte auch Höfl-Riesch ein, dass sie „ein bisschen“ auf das Gesamtklassement schaue. Doch vor allem im Olympia-Winter ist die Kristallkugel noch weit weg.

          „Das wird sich wahrscheinlich noch einige Male drehen und wenden und schauen wir dann Mitte März, wer den großen Pott kriegt“, sagte sie. „Für mich ist es super in Zauchensee endlich mal auf dem Podest zu stehen.“ Die nächste Chance hat sie am Sonntag in der Super-Kombination aus Super-G und Slalom.

          Die schon mehrfach verletzte Gina Stechert musste am Samstag in Zauchensee einen neuerlichen Rückschlag in ihrer Weltcup-Karriere verkraften. Die einmalige Weltcupsiegerin fasste sich nach einem Sturz ans Knie und musste von zwei Helfern von der Strecke getragen werden. Laut Damen-Cheftrainer Thomas Stauffer bestand der Verdacht auf einen Riss der Patellasehne im linken Knie.

          Die Oberstdorferin will sich in München genauer untersuchen lassen. Stechert hatte die WM im vergangenen Jahr in Schladming verletzt verpasst und war erst am 21. Dezember wieder in den Weltcup zurückgekehrt. Höfl-Riesch durfte sich neben dem fünften Podestplatz im Olympia-Winter auch über schöne statistische Marken freuen.

          Sie ist nun die Erste im alpinen Skisport, die sowohl in der Abfahrt als auch im Slalom 25 Weltcup-Podestplätze einfahren konnte. „Das ist ganz nett anzusehen“, befand die Doppel-Olympiasiegerin. Mit ihrem 77. Podestplatz im Weltcup hat sie einen mehr auf dem Konto als Katja Seizinger. Seizinger erreichte allerdings 36 Siege, Höfl-Riesch steht bei 26. Das sei für sie schon weit weg, sagte Höfl-Riesch.

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