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Ski alpin : „Ich bin der beste Skiläufer der Welt“

  • Aktualisiert am

Die große Kristallkugel für Bode Miller Bild: AP

Bode Miller hat den Ski alpin-Gesamtweltcup gewonnen. Mit seinem zweiten Platz im Riesenslalom in Lenzerheide beim Saisonfinale sicherte sich der Amerikaner das Gesamtklassement. Martina Ertl kam im Slalom auf einen guten vierten Platz.

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          Je später der Winter, desto besser Martina Ertl. Die Lengrieserin erreichte am Samstag als Vierte des Weltcup-Slaloms im schweizerischen Lenzerheide ihr bestes Resultat in dieser Disziplin seit über einem Jahr. „Das ist ein unglaubliches Ergebnis, ein Supergefühl. Das macht Hoffnung für die kommende Saison“, sagte die 31jährige, die in 1:30,11 Minuten 0,98 Sekunden hinter der Siegerin Sarah Schleper aus Amerika lag.

          Deren Landsmann Bode Miller sicherte sich durch Rang zwei im Riesenslalom hinter Stephan Görgl (Österreich) als erster Amerikaner seit 22 Jahren vorzeitig den Gesamtweltcup. „Das ist ein unglaublich schöner Tag. Ich denke, ich bin der beste Skiläufer der Welt“, sagte Miller. Sein Hauptkonkurrent Benjamin Raich (Österreich) wurde am Samstag Dritter, konnte sich aber mit dem Gewinn des Disziplin-Weltcups trösten.

          Hermann Maier wird Dritter

          Vor dem abschließenden Slalom am Sonntag lag Raich im Gesamtweltcup mit 1404 Punkten aussichtslos hinter Miller (1608). Der entthronte Titelverteidiger Hermann Maier (Österreich/1295) ist Dritter. Im Kampf um die kleine Kristallkugel verteidigte Raich mit 423:420 Punkten seinen Vorsprung auf Miller. Deutsche Riesenslalom-Fahrer hatten sich für das Weltcup-Finale nicht qualifizieren können.

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          Bei den Damen kommt es im Riesenslalom am Sonntag zum Showdown in der Gesamtwertung zwischen Titelverteidigerin Anja Pärson (Schweden/1359) und der Kroatin Janica Kostelic (1324). Mit Rang zwei im Slalom machte Kostelic wieder Boden auf Pärson gut, die nur Zehnte wurde. Tanja Poutiainen (Finnland), zeitgleich mit Ertl auf Rang vier, stand bereits vorher als Gewinnerin des Slalom-Weltcups fest.

          „Das ist schon eine Enttäuschung“

          Als Achte nach dem ersten Durchgang zeigte Martina Ertl alten Angriffsgeist und verbesserte sich um vier Plätze. „Ich habe mich bisher im Slalom unter Wert geschlagen, aber daß es hier so gut funktioniert, hätte ich nie gedacht“, sagte die Kombinations-Weltmeisterin von 2001. Als Abfahrts-Zehnte und mit Rang sechs im
          Super-G hatte Ertl in Lenzerheide bereits überzeugt, ärgerte sich aber über ihr andauerndes Hundertstel-Pech: „Das verfolgt mich leider. Im Super-G fehlten 14/100 zum Podest, jetzt im Slalom 8/100.“ Im WM-Riesenslalom hatte sie Bronze sogar nur um 4/100 verpaßt.

          Monika Bergmann-Schmuderer (Lam) hatte als Vierte des ersten Durchgangs alle Chancen, schied aber dann im von Janicas Vater Ante Kostelic gesetzen schwierigen „Schweinslauf“ (Bergmann-Schmuderer) aus. „Monika ist von Anfang an nicht auf Angriff gefahren. Das ist schon eine Enttäuschung“, sagte Techniktrainer Mathias Berthold. Annemarie Gerg (Lenggries) war bereits im ersten Lauf gescheitert.

          „Insgesamt war die Saison sehr durchwachsen, ich bin nicht zufrieden“, resümierte der Österreicher und kündigte ein „sehr viel härteres Training“ an. Lobende Worte fand Berthold für Ertl, die wegen Verletzungspech während der Saisonvorbereitung noch nicht einmal die Hälfte des sonst üblichen Slalom-Pensums absolviert hatte.

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