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Ski alpin : Durchhänger vor der Weihnachtspause

  • Aktualisiert am

Feiern statt Fahren: Skipause für Maria Riesch (r.) und Lindsey Vonn Bild: picture alliance / dpa

Die beiden Stars des alpinen Ski-Weltcups legen eine gemeinsame Punkte-Pause ein, ehe sie zusammen Weihnachten feiern: Maria Riesch und Lindsey Vonn scheiden beim Slalom in Courchevel aus. Katharina Dürr wird als beste deutsche Elfte.

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          Wie eine strahlende „Sportlerin des Jahres“ sah sie nicht aus: Maria Riesch machte ein bedröppeltes Gesicht. Nach ihrem ersten Ausfall in diesem Winter beim Weltcup-Slalom im französischen Courchevel geht die Doppel-Olympiasiegerin mit einem kleinen Durchhänger in die Weihnachtspause, vor ihrer Heimreise gab sie sich aber auch kämpferisch. „Das ist kein versöhnlicher Abschluss vor Weihnachten, aber die Welt geht nicht unter. Ich freue mich jetzt auf drei, vier Tage ohne Skifahren. Nach Weihnachten greife ich wieder voll motiviert an“, sagte sie.

          Nach dem besten Saisonstart ihrer Karriere liefen die vergangenen vier Wettbewerbe alles andere als wunschgemäß für Maria Riesch. In Courchevel stand sie nun zum ersten Mal seit dem 14. März 2008 in einem Slalom wieder außerplanmäßig neben der Piste - 21-mal in Serie war sie zuvor in dieser Disziplin ins Ziel gekommen, hatte dabei unter anderem WM- und Olympiagold gewonnen. Das seltene Malheur sei aber kein Grund zur Beunruhigung, sagte Maria Riesch, „wichtig ist, dass ich weiß, dass ich gut drauf bin und schnell sein kann.“ Den Beweis kann sie bereits wieder am 28. und 29. Dezember bei den Weltcup-Rennen im österreichischen Semmering antreten.

          Dürr Elfte, gefolgt von Susanne Riesch und Hölzl

          Den Sieg auf dem Olympiahang von 1992 holte sich die Österreicherin Marlies Schild. Die 29-Jährige fuhr im zweiten Durchgang wie entfesselt zu ihrem 25. Erfolg im Weltcup. Die Finnin Tanja Poutiainen lag 0,78 Sekunden zurück, die Slowenin Tina Maze schon 1,98 Sekunden. Schild und Poutiainen übernahmen punktgleich Platz eins im Slalom-Weltucp von Maria Riesch, die auf Rang vier zurückfiel. Als beste deutsche Läuferin wurde Katharina Dürr Elfte, dicht gefolgt von Susanne Riesch und Kathrin Hölzl, auf den Rängen zwölf und 13. Nina Perner und Fanny Chmelar kamen als 25. und 27. ebenfalls noch zu Weltcuppunkten.

          Neben der Spur: Maria Riesch erreicht das Slalom-Ziel nicht
          Neben der Spur: Maria Riesch erreicht das Slalom-Ziel nicht : Bild: dapd

          Im tückisch gesetzten ersten Lauf fädelte Maria Riesch nach der Hälfte des Kurses ein. Bis dahin, berichtete sie, „habe ich eigentlich ein gutes Rennen gefahren, ich bin oben gut in den Rhythmus gekommen.“ Für den deutschen Alpindirektor Wolfgang Maier stellte das Ergebnis „kein Riesenproblem“ dar. „Es war klar, dass irgendwann ein Einbruch kommt und dass es auch Rückschläge geben wird.“

          Riesch und Vonn feiern wieder gemeinsam Weihnachten

          Auch Lindsey Vonn schied bereits im ersten Durchgang aus, die Amerikanerin führt damit im Gesamtweltcup weiter mit drei Punkten Vorsprung vor ihrer Rivalin und Freundin. „Schade, das war eine große Chance für mich heute“, sagte Vonn. Der sportliche Wettstreit ist nun aber zunächst vergessen, Riesch und die Konkurrentin feiern auch diesmal wieder gemeinsam Weihnachten.

          Maria Riesch hatte sich ziemlich viel zugemutet in den vergangenen Tagen. Nach den zwei Weltcup-Rennen in Val d'Isere, wo sie mit Rang 24 in der Abfahrt und Rang fünf in der Super-Kombination weit auch hinter ihren Erwartungen zurückblieb, war die 26-Jährie am Sonntagnachmittag zunächst nach Baden-Baden gehetzt. Unmittelbar nach der Ehrung ging es zurück nach Frankreich. Am Montagmorgen stand Maria Riesch dann schon wieder auf der Trainingspiste. „Das war schon ein großer Aufwand“, sagte sie, „aber es war mir schon wichtig, da hinzufliegen.“

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