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Abfahrt in Bormio : Dreßen verzichtet – Paris gewinnt

  • Aktualisiert am

ihm gelingt die Fahrt seines bisherigen Skifahrer-Lebens: Urs Kryenbühl aus der Schweiz. Bild: AP

Wegen seines lädierten Knies verzichtet Skifahrer Dreßen auf seine Teilnahme an der zweiten Abfahrt in Bormio. Das Rennen gewinnt der übliche Verdächtige – vor einem absoluten Überraschungsmann.

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          Der Südtiroler Dominik Paris hat auch die zweite Abfahrt auf der „Stelvio„-Piste in Bormio für sich entschieden. Einen Tag nach seinem Erfolg auf der verkürzten Strecke gewann der 30-Jährige Meraner auch auf der kompletten Abfahrt dank einer abermals phantastischen Fahrt in 1:55,37 Minuten. Insgesamt war es sein sechster Erfolg dort bei nur neun Starts. „Ich bin super happy. Einfach geil“, strahlte Paris gut gelaunt.

          Ihm am nächsten kam überraschend der Schweizer Urs Kryenbühl, dem im Ziel nur 0,08 Sekunden auf Paris fehlten, der aber dennoch den bislang größten Erfolg seiner Karriere einfuhr. Dritter wurde Kryenbühls Teamkollege Beat Feuz (+0,26). Bester Deutscher wurde Josef Ferstl auf dem 21. Rang (+2,50). Andreas Sander (+2,87), Dominik Schwaiger (+2,88) und Romed Baumann (+3,27) belegten die Plätze 26, 27 und 30.

          Thomas Dreßen hatte auf seine Teilnahme verzichtet. Sein operiertes Knie war nach dem neunten Platz in der Abfahrt am Freitag dick geworden. „Zum Vollgas attackieren reicht es nicht“, sagte Dreßen am Samstag, „und bloß zum runterfahren bin ich auch nicht hier. Also lassen wir es gut sein.“

          Nach der Besichtigung in der Früh hatte der 26 Jahre alte Dreßen entschieden, auf einen Start auf der eisigen „Stelvio“-Piste zu verzichten. Nach dem Einfahren und nach der Besichtigung sei das Knie „mehr geschwollen als in der Früh“, so Dreßen: „das war mir zu viel Risiko.“ Für die Kombination am Sonntag war er ohnehin nicht vorgesehen. Der nächste Wettkampf für den erfolgreichsten deutschen Abfahrer der Weltcup-Geschichte ist am dritten Januar-Wochenende in Wengen.

          Platz neun am Vortag: Dreßen kam am Freitag gut zurecht.
          Platz neun am Vortag: Dreßen kam am Freitag gut zurecht. : Bild: dpa

          Dreßen hatte sich im November 2018 bei einem Sturz eine schwere Knieverletzung zugezogen und war den Rest der Saison ausgefallen. Beim Comeback in Lake Louise holte er in diesem Winter sensationell den dritten Abfahrtssieg seiner Karriere. Schon vor den Wettkämpfen in Gröden hatte er ein dickes Knie. Damals berichtete er, dass ihn die Ärzte und Physios auf ein solches Szenario vorbereitet hätten und er sich daher keine großen Sorgen machen würde.

          Dominik Paris übernahm unterdessen die Führung in der Gesamtwertung mit 449 Punkten und somit 55 Zählern Vorsprung auf Aleksander Aamodt Kilde aus Norwegen und 70 auf dessen Landsmann Henrik Kristoffersen.

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