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Kitzbühel-Sieger Dreßen : Nach Kreuzbandriss noch nicht im Zeitplan

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Traumziel Lake Louise: Ob er dort 2019 wie 2018 Rennen fahren kann, ist noch nicht gewiss. Bild: Picture-Alliance

Ein knappes Jahr nach seinem Kreuzbandriss wähnt sich Skirennläufer Dreßen „bei 70 Prozent“ seiner Leistungsfähigkeit. Ob er beim Saisonauftakt der Abfahrer in Lake Louise starten kann, ist noch offen.

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          Der Weltcup-Start von Thomas Dreßen beim Saisonauftakt der alpinen Abfahrer Ende November im kanadischen Lake Louise ist noch offen. Er sei nach seinem Kreuzbandriss im Moment „vielleicht bei 70 Prozent“, sagte der Mittenwalder am Rande der Aktiven-Einkleidung des Deutschen Skiverbandes (DSV) in Laupheim: „Die Trainings werde ich definitiv fahren. Aber wenn ich dann merke, es gibt noch viel zu tun, werde ich mir das Rennen noch aufsparen.“

          In Lake Louise steht am 30. November eine Abfahrt auf dem Programm, tags darauf soll ein Super-G gefahren werden. Dreßen berichtete, dass sein verletztes rechtes Knie bereits wieder in Ordnung sei, allerdings habe er noch leichte Meniskusprobleme. „Und das wird auch noch eine Zeit lang so sein.“ Als Sportler strebe er nach der Perfektion, „das ist Jammern auf hohem Niveau“.

          Cheftrainer Christian Schwaiger sieht Dreßen „nicht im Zeitplan. Er trainiert und bringt gute Leistungen, aber er ist derzeit nicht bereit, eine Weltcup-Abfahrt voll zu fahren.“ Das sei aufgrund der komplexen Verletzung mit Kreuzbandriss, beschädigtem Außen- und Innenband sowie Meniskus jedoch „normal“, meinte Schwaiger.

          Vonseiten des Verbandes oder der Trainer gebe es „überhaupt keinen Druck“ auf Dreßen, betonte er, „weil Thomas ein extrem wichtiger Athlet für die Zukunft ist“. Laut Alpinchef Wolfgang Maier soll Dreßen die anstehende Comeback-Saison „so nutzen, dass er in den nächsten drei großen Saisons um die Medaillen fahren kann. Es ist unsere Strategie, ihn behutsam aufzubauen.“

          Kitzbühelsieger Dreßen war im vergangenen Herbst bei der Abfahrt in Beaver Creek (Colorado) schwer gestürzt. Dabei erlitt der 25-Jährige neben der schweren Knieverletzung („Es war alles kaputt“) eine Schulterluxation. Beaver Creek ist in diesem Winter nach Lake Louise die zweite Station für die Abfahrer.

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