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Westfale Andreas Sander : Ein schneller Exot im Ski-Zirkus

  • -Aktualisiert am

Lange im grünen Bereich: Andreas Sander in Garmisch-Partenkirchen. Bild: EPA

Andreas Sander stammt aus Ennepetal, aus bayrischer Sicht ist das kurz vor der Nordsee. Trotzdem ist er eine feste Größe im deutschen Speed-Team – und hat bei Olympia einen womöglich entscheidenden Vorteil.

          3 Min.

          Die erste Zwischenzeit leuchtete Grün, die zweite auch. Gute Zeichen: Denn Grün bedeutet, dass der Fahrer schneller unterwegs ist als der aktuell Führende. Andreas Sander, mit Startnummer 16 auf der Piste, raste die Kandahar-Strecke auf Siegkurs hinunter. „Oben ist mir viel Gutes gelungen“, sagte der 29-Jährige später. Der junge Mann ist Westfale, das muss man wissen zur Einordnung seiner nüchternen Art. Andreas Sander stammt aus Ennepetal, aus bayrischer Sicht ist das kurz vor der Nordsee. Er gilt noch immer als eine Art Exot im Skizirkus, obwohl er seit Jahren eine feste Größe im deutschen Speed-Team ist. Bei der dritten Zwischenzeit war er eine gute Zehntelsekunde schneller als der führende Schweizer Beat Feuz, später waren es gar zwei Zehntelsekunden.

          Eine weitere deutsche Abfahrts-Sensation nach dem Kitzbühel-Sieg von Thomas Dreßen vor Wochenfrist lag in der Luft. „Es war kein ganz schlechtes Rennen“, heißt das in der Sprache von Andreas Sander. Nach gut eineinhalb Minuten fuhr er immer noch im grünen Bereich, doch dann setzte er einen Schwungansatz in ein Schneeloch. Ihm riss es den Ski weg, zur Stabilisierung stellte er sich kurz quer. Ausgerechnet vor einer Passage, in der es dann leicht bergauf ging. Der Schwung war dahin, und im Ziel wurde aus dem Vorsprung ein Rückstand von mehr als einer Sekunde: Rang elf. Weltmeister Beat Feuz blieb der Platz an der Sonne. Der Schweizer gewann in 1:55,39 Sekunden vor den zeitgleichen Dominik Paris (Italien) und Vincent Kriechmayr (Österreich). Dreßen wurde Siebter.

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