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Sieg im Biathlon-Sprint : Schempp ist der König von Antholz

König von Antholz: Simon Schempp gewinnt den Sprint Bild: dpa

Kein Schießfehler, dazu eine formidable Laufzeit: In den Höhenlagen von Antholz macht Biathlet Simon Schempp im Sprint keiner was vor. Mit seinem Sieg setzt er ein deutliches Zeichen für die Weltmeisterschaft.

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          Antholz, das ist seit einem Jahr Schempp-Terrain. Dort, im Südtiroler Biathlonzentrum inmitten der gleißenden Dreitausender, hat der inzwischen 27 Jahre alte Schwabe, mit Vornamen Simon, damals Sprint und Verfolgung gewonnen und sich in die Favoritenrolle für die WM manövriert. Und am Freitag hat Schempp aufs Neue bewiesen, dass er sich im Gegensatz zu vielen Konkurrenten bestens in Höhenlagen um 1600 Meter zurecht findet.

          Kein einziger Schießfehler, dazu die drittbeste Laufzeit, das bedeutete am Ende Platz eins vor dem Russen Maxim Svetkow und Tarje Bö aus Norwegen. Es war Schempps vierter Saisonsieg. „Schön, wenn es so ausgeht“, sagte er. Weltcup-Spitzenreiter Martin Fourcade, der am Freitag drei Scheiben stehen ließ und auf Platz 28 landete, hat nur einen mehr.

          „Die Gesundheit ist wichtiger“

          Dem französischen Champion wollte Schempp in dieser Saison eigentlich das Gelbe Trikot streitig machen. Aber dann musste der Schwabe seine gesamte Saisonplanung über den Haufen werfen musste. Ein Infekt über Weihnachten hat ihn so lange von seinem Job abgehalten, bis sich der Blick aufs Gesamtklassement von selbst verbot. Es reichte nur zu einem Einsatz bei den beiden Heim-Weltcups in Ruhpolding, auch wenn der mit Platz sechs im Massenstart bemerkenswert ausfiel. „Ausgerechnet zu Hause zuzuschauen, ist schwer. Da wird man unruhig“, sagte Schempp. „Aber die Gesundheit ist wichtiger.“ Schempp hat Lehrgeld gezahlt. Und erkannt, dass „ich die Weihnachts-Phase künftig anders gestalten muss. Es war zu stressig“. Vor allem für sein Immunsystem.

          Das scheint jetzt wieder voll intakt zu sein. Der Gesamt-Weltcup ist zwar außer Reichweite, trotzdem bleibt Schempp noch ein lukratives Ziel – die WM im März in Oslo. Am Holmenkollen hat er noch ein bisschen was gut zu machen. Vor einem Jahr hat er zwar Staffel-Gold aus Kontiolahti mitgenommen, aber als Solist lief es mit maximal Platz acht doch eher enttäuschend. „Die WM ist jetzt mein absolutes Highlight“, sagte Schempp. Und sein Lieblingsplatz? „Antholz“, sagte er, „unter anderem.“

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