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Skispringen in Kuusamo : Freund fliegt, aber ein Prevc gewinnt irgendwie immer

  • Aktualisiert am

Severin Freund gibt nach langer Verletzungspause einen tollen Weltcup-Einstand Bild: dpa

Nach fünfmonatiger Verletzungspause springt Severin Freund beim Weltcup-Auftakt auf Anhieb wieder auf das Podest. Ganz vorn steht wieder ein Slowene – aber ein anderer als erwartet.

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          Severin Freund hob nach seinem traumhaften Saisoneinstand mit einem Lächeln den Daumen. Mit dem zweiten Platz beim Weltcup-Auftakt im finnischen Kuusamo meldete sich der Skisprung-Weltmeister am Freitag nach fünfmonatiger Verletzungspause eindrucksvoll auf der Schanze zurück und seine Ansprüche im WM-Winter eindrücklich an. „Ich bin extrem glücklich über diesen Saisonstart. Besser hätte ich es mir nicht wünschen können“, sagte Freund.

          Bei seiner glanzvollen Rückkehr fehlten dem 28-Jährigen nach zwei Sprüngen auf jeweils 140 Meter nur 3,5 Punkte zum Sieg, den sich erstmals in seiner Karriere der 17 Jahre alte Slowene Domen Prevc mit 138,5 und 140,5 Metern sicherte. „Damit konnte keiner rechnen“, sagte Bundestrainer Werner Schuster zur Gala-Vorstellung von Freund. „Severin kann echt stolz darauf sein, was er hier gemacht hat. Das war das Beste, was passieren konnte.“

          Severin Freund (links) – auf dem Podest mal wieder mit Familie Prevc

          Sowohl Freund als auch Domen Prevc profitierten allerdings von einem Sturz des Vorjahresdominators Peter Prevc. Der Vierschanzentourneesieger und Gesamt-Weltcupsieger aus Slowenien landete mit 143 und 140 Metern trotzdem noch auf Rang drei.

          Eine Hüftoperation im April hatte Freund im Sommer komplett ausgebremst. Doch zum Start in den WM-Winter präsentierte er sich unweit des Polarkreises, als hätte es die gesundheitlichen Probleme nie gegeben. Nur zwei wacklige Landungen verhinderten den 22. Weltcupsieg.

          Dabei war Freund nach dem schwierigsten Sommer seiner Karriere skeptisch nach Finnland geflogen. „Ich weiß, dass es auf der Schanze noch nicht grandios ist und noch ein paar Sachen fehlen“, hatte der Team-Olympiasieger vor dem Weltcup-Auftakt gesagt.

          Doch dann lief es fast wie geschmiert. Nach einem durchwachsenen Trainingstag hatte Freund schon in der Probe mit dem viertweitesten Sprung angedeutet, dass mit ihm zu rechnen ist. „Das Training war relativ zäh. Da bin ich überhaupt nicht ins Fliegen gekommen. Wir haben ein paar Stellschrauben gefunden, an denen wir drehen konnten“, berichtete er.

          In seinem Sog glänzte ein DSV-Duo aus der zweiten Reihe. Karl Geiger wurde mit 140,5 und 136 Metern Sechster, Markus Eisenbichler flog mit 140,5 und 134,5 Metern auf Platz sieben. „Mir war es wichtig, super zu starten. Ich habe mich einfach rausgeknallt und auf das Beste gehofft“, sagte Eisenbichler. „Ich bin happy mit dem Ergebnis.“

          Nicht wie erhofft lief es für Team-Olympiasieger Andreas Wellinger, der nur 22. wurde, und Richard Freitag auf Rang 15. „Ich bin mit einem guten Gefühl hergefahren. Aber dann lief es überhaupt nicht. Jetzt muss ich mich Schritt für Schritt herankämpfen“, sagte Freitag. Schuster zog dennoch ein zufriedenes Fazit: „Es war eine gute Teamperformance und ein solider Einstieg in die Saison.“

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