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Gleitschirm-Absturz : Schweizer Skirennfahrer gestorben

  • Aktualisiert am

Gian Luca Barandun (1994-2018) Bild: dpa

Rennfahrer Gian-Luca Barandun kommt bei einem Gleitschirm-Unfall ums Leben. Ihm missglückte der Landeanflug. Schon in jungen Jahren hatte er einen Schicksalsschlag überwinden müssen.

          Der Schweizer Skirennfahrer Gian-Luca Barandun ist bei einem Gleitschirm-Unfall ums Leben gekommen. Nach Angaben der Schweizer Nachrichtenagentur sda misslang dem 24-Jährigen ein Landeanflug. Er verletzte sich bei dem Aufprall so schwer, dass er noch an der Unfallstelle im Kanton Graubünden am Sonntag starb.

          „Die Swiss-Ski Familie ist in dieser schweren Zeit in Gedanken bei der Trauerfamilie. Wir sprechen ihr unser herzlichstes Beileid aus“, schreibt Markus Wolf, Geschäftsführer von Swiss-Ski, auf der Homepage des Schweizer Ski-Verbands. Der gesamte Verband trauere um den jungen Skirennfahrer.

          Nach Angaben der Kantonspolizei Graubünden, die von verschiedenen Schweizer Medien zitiert wird, ereignete sich das Unglück am Sonntagvormittag im bündnerischen Schluein. Gian-Luca Barandun sei kurz vor 11 Uhr von Ladir nach Schluein auf einem Schulungsflug unterwegs gewesen. Auf dem Anflug zum Landeplatz habe er akrobatische Flugfiguren ausgeführt. „Dabei geriet er zu tief und stürzte auf das Wiesland“, so die Kantonspolizei nach Angaben der Aargauer Zeitung.

          Barandun gehörte dem Schweizer A-Kader an und galt als Hoffnungsträger in den Speed-Disziplinen. Sein Debüt im Weltcup gab er im Januar 2017 in Wengen, wo er in der Alpinen Kombination sogleich auf den 28. Rang fuhr. Insgesamt absolvierte er 17 Weltcup-Rennen, sechsmal kam er in die Punkteränge. Sein bestes Resultat gelang ihm als Neunter in der Kombination von Bormio im Dezember 2017 sowie als 15. in der traditionsreichen Lauberhorn-Abfahrt von Wengen im Januar 2018.

          Der Bündner galt als besonnener und zurückhaltender Mensch, dessen Lebenseinstellung von einem schweren Schicksalsschlag in der Familie mitgeprägt war. Er war noch im Kindesalter, als sein Vater starb. Jene schwere Zeit habe ihn nachhaltig geprägt, sagte er der Schweizer Boulevardzeitung Blick in einem Gespräch. Er habe „selbständiger werden müssen“. 

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