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Eishockey-Liga in Not : Ruhm und Risiko

  • -Aktualisiert am

Es hätte sein Freudentag werden sollen: Leon Draisaitl wird als bester Spieler der NHL ausgezeichnet – und die DEL setzt der Politik zeitgleich die Pistole auf die Brust. Bild: dpa

Während Leon Draisaitl als bester Spieler der NHL ausgezeichnet wird, setzt die DEL der Politik die Pistole auf die Brust: ohne staatliche Hilfe kein Saisonstart.

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          Die Ehrung kam von ganz oben. Leon Draisaitl saß in seinem Ferienhaus auf den Balearen, es war längst tief in der Nacht von Montag auf Dienstag, da klingelte der Mann durch, dessen Name immer dann fällt, wenn es um den besten Eishockeyspieler der Geschichte geht: Wayne Gretzky. Der Kanadier, nur so viel, hält unter anderem den Rekord für die meisten Rekorde in der nordamerikanischen Eliteliga NHL. Davon ist Draisaitl noch ein gutes Stück entfernt, aber Gretzky hatte nicht etwa angerufen, um ein Schwätzchen zu halten. Das Videogespräch wurde in Kanada live im Fernsehen übertragen, weil Leon Draisaitl dabei mit der Hart Trophy als wertvollster Spieler der NHL-Saison (MVP) ausgezeichnet wurde. Als erster Deutscher.

          Trotz der historischen Dimension waren ihm nicht viel mehr als die üblichen Danksagungen an seine Weggefährten zu entlocken. Der stets wortkarge Draisaitl war selbst im bislang größten Moment seiner Karriere kein Mann der öffentlichen Emotionen. Aber es dürfte sich zu seiner (inneren) Freude auch ein Teil Genugtuung gemischt haben, als Mann der Saison gewählt worden zu sein. Und eben nicht nur von den Fachjournalisten zum MVP, sondern auch von den Kollegen zum „herausragenden Spieler“. Also von denen, die wissen müssen, wie schwer es ist, gegen jemanden zu spielen.

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