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Rodeln : Zoff bei Hackl und Co.

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„Der Schorsch muß sich erstmal umstellen” Bild: dpa/dpaweb

Im Lager der deutschen Rennrodler gehen nach dem enttäuschenden Olympia-Abschneiden die Sticheleien weiter. Bundestrainer Thomas Schwab wies Georg Hackl in die Schranken, wehrt sich gegen Kritik und hält die „Neiddebatte“ im Team für nicht angebracht.

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          Im Lager der deutschen Rennrodler gehen nach dem enttäuschenden Olympia-Abschneiden die verbalen Sticheleien weiter. Chefbundestrainer Thomas Schwab wies Georg Hackl in die Schranken, wehrt sich gegen aufgekommene Kritik und hält außerdem die „Neiddebatte“ im Team für nicht angebracht. Der langjährige Erfolgscoach aus Berchtesgaden kündigte eine Aussprache am runden Tisch an, wenn „sich die Gemüter beruhigt haben“.

          Der 43jährige Schwab mahnte Hackl, der in den Betreuerstab des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD) eingegliedert werden soll, zu einem Umdenken. „Ja, der Schorsch. Der muß sich erst mal umstellen vom Athletendasein. Er war ein Eigenbrötler bei mir“, sagte Schwab und fügte hinzu: „Er braucht außerdem sein Material auch nicht als das Nonplusultra hinzustellen.“

          „Das schiebe ich auf den Frust“

          Hackl hatte nach seinem Rücktritt eine Ungleichbehandlung im Materialbereich angedeutet, die Ressourcen müßten „flächendeckend“ genutzt werden. David Möller (Schalkau) schlug lautstark in die gleiche Kerbe und forderte mehr Fürsorge. Schwab meinte zur allgemeinen Kritik, die offensichtlich darauf abzielt, daß die Rodlerinnen besser versorgt werden: „Das schiebe ich auf den Frust, der bei dem einen oder anderen vorhanden ist. Prinzipiell bin ich enttäuscht über solche Aussagen. Natürlich haben wir alles getan, um die Männer nach vorn zu bringen.“

          Gerade Möller habe laut Schwab eine großzügige Unterstützung von der FES, den Trainern und seiner Dienststelle erhalten. Grundsätzlich schätzt er den Olympiafünften Möller und den Olympiasechsten Jan Eichhorn aus Oberhof als „Jungs mit Perspektive“ ein. Auch Sportdirektor Stefan Krauß sagt: „Es ist unser Plan, daß sie in Vancouver 2010 auf dem Podest stehen.“

          Der frühere Weltklasse-Rodler Schwab sieht ansonsten Tüftler Hackl in Materialfragen auch nicht als unfehlbar. Der Lette Martins Rubenis habe Bronze gewonnen, obwohl er fahrerisch schlechter und am Start nicht entscheidend besser gewesen sei. Hackls Material sei also auch nicht schneller gewesen. „Der Schlitten hat nicht für eine Medaille oder gar den Sieg gereicht, seine Konfiguration hätte uns nicht weitergebracht“, so der Doppelsitzer-Olympiadritte von 1988.

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