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Rodeln : Sorgen um Georg Hackls Gesundheit

  • Aktualisiert am

Kämpfte schon länger mit der Grippe: Georg Hackl Bild: dpa/dpaweb

Georg Hackl muß vor seinen sechsten Olympischen Spielen abermals einen Rückschlag hinnehmen. Nach Armproblemen ist der 39jährige nun wegen einer Grippe in der Klinik und sagte: „Mir geht es schlecht.“

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          Neue Sorgen um Georg Hackl: Vier Wochen vor Olympia hat der Rodel-Routinier einen erneuten Rückschlag auf dem Weg zu seinen sechsten Winterspielen hinnehmen müssen. Wegen einer rätselhaften Grippe mit hohem Fieber mußte der 39jährige seinen Start beim Weltcup im österreichischen Igls absagen und suchte eine Klinik in Bad Reichenhall auf.

          „Mir geht es schlecht“, sagte am Sonntag der dreimalige Olympiasieger, der im olympischen Winter nach einer Bandscheiben-Operation lange Zeit Kraftprobleme im Arm hatte. Hackls Start bei der letzten Europameisterschaft seiner erfolgreichen Karriere am kommenden Wochenende in Winterberg ist nun gefährdet. Nach seinem starken Comeback mit Platz drei zu Jahresbeginn am Königssee hatte das Sorgenkind in der ganzen Trainingswoche auf seiner Lieblingsbahn neue Probleme gehabt.

          „Eine nähere Abklärung ist angebracht“

          „Ich kämpfe schon die ganze Woche mit dieser Infektion“, sagte Hackl nach dem schwachen sechsten Platz am Freitag beim Challenge Cup. Beim Weltcup-Rennen am Samstag ging er gar nicht mehr an den Start und begab sich in klinische Behandlung. „Eine nähere Abklärung ist angebracht. Das ist besser, als wenn man etwas verschleppt“, sagte Bundestrainer Thomas Schwab. Hackl soll mindestens bis Montag in der Klinik bleiben. Die anderen deutschen Rodler sollten nach ihrer Rückkehr in Deutschland ebenfalls vorsorglich untersucht werden.

          Mit seiner Absage muß Hackl voraussichtlich auch alle Hoffnungen auf einen weiteren Eintrag in die Rodel-Geschichtsbücher begraben. Mit einem erneuten Sieg in Igls hätte der 39jährige seinen 34. Weltcup-Erfolg feiern können und wäre damit alleiniger Rekordträger vor dem nicht mehr aktiven Österreicher Markus Prock gewesen. Dafür rückt Hackls italienischer Konkurrent Armin Zöggeler nach seinem Sieg in Igls mit nunmehr 30 Weltcup-Erfolgen den beiden Spitzenreitern in der ewigen Rangliste immer näher.

          Möller trotz großem Rückstand Dritter

          „Meine Formkurve stimmt“, sagte der Olympiasieger nach seinem dritten Weltcup-Sieg in Serie, durch den der fünffache Weltmeister zum Top-Favoriten für Olympia avancierte. „Ich muß sagen, zur Zeit weiß ich nicht so richtig, was ich machen soll“, sagte Hackls Kronprinz David Möller nach seinem dritten Platz am Samstag auf der Olympia-Bahn von 1976.

          Zwar konnte der 24jährige den dritten Podestplatz dieses Winters einfahren, doch vor allem der große Rückstand des ehemaligen Weltmeisters von mehr als sieben Zehntelsekunden auf Rodel-Dominator Zöggeler gab den Verantwortlichen zu denken. „Der Stockerlplatz ist in Ordnung, aber der Zeitrückstand ist es nicht“, betonte der Bundestrainer. Denis Geppert (Oberwiesenthal) fuhr auf den sechsten Platz und steht vor der Olympia-Qualifikation, Jan Eichhorn (Oberhof) wurde nur Zwölfter.

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